Mit dabei in Querfurt war die Band «Look my Way». (FOTO: MZ)
Hardcore-Musik ist eine schnelle Spielart des Punkrock mit Metal-Einflüssen, die Ende der 1970er Jahre in den USA und Großbritannien entstand, sich inzwischen aber weltweit großer Beliebtheit erfreut.
"Dennoch mangelt es an Konzerten hier in der Umgebung", wie von Philipp Schramm zu erfahren ist. "Um uns Auftritte von Hardcore-Bands anzusehen, fahren wir deshalb oft hunderte Kilometer quer durch Deutschland", fügt sein Bruder Christof Schramm hinzu. Deshalb haben die beiden schon im vorigen Jahr ein Festival mit dem nur allzu passenden Namen "Return to Strength" organisiert, zu dem über 500 Besucher gekommen waren.
Mit einer zweiten Auflage kehrten die Hardcore-Fans nun "zur Stärke zurück". 28 Bands aus ganz Europa und der USA sorgten dafür dass den Festivalbesuchern am Wochenende ganz sicher nicht langweilig wurde. "Es ist unglaublich, was die Fans auf sich nehmen, um herzukommen. Zwei Leute sind beispielsweise mit dem Auto über 1 500 Kilometer aus Sofia in Bulgarien angereist", sagt der 25-jährige Philipp Schramm. "Die Szene lebt schließlich vom 'Do it Yourself'-Prinzip" ergänzt sein 21-jähriger Bruder Christof.
So konnten die Besucher auch eigenes Essen und eigene Getränke, mit Ausnahme von Glasflaschen, mit auf das Gelände bringen. "Sämtliche Helfer arbeiten freiwillig und unentgeltlich, und viele der angereisten Bands spielen gerade einmal für das Benzingeld, das sie für Hin- und Rückreise benötigen. Denn schließlich geht es nicht um Profit", erklärt Philipp Schramm.
Vor seinem Zelt grillt Ingo Ehre, der mit seinen Freunden extra aus Gera angereist war. "Mir gefällt Hardcore, weil es mehr als Musik ist. Es ist eine Lebenseinstellung", sagt der 20-Jährige und fügt hinzu: "Außerdem zählt die Gemeinschaft. Ich habe vorhin erst nette Leute aus Belgien kennengelernt". Und so diente die für Außenstehende oft unverständlich und aggressiv wirkende Musik an diesen Tagen auch der Völkerverständigung.