Saalekreis: Mutmaßungen um 17-jährige Schülerin

02.08.2012 21:43 Uhr | Aktualisiert 02.08.2012 22:06 Uhr
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Von Tilo Krippendorf
Was ist mit der 17-jährigen Alexandra aus Leuna wirklich passiert? Zwölf Tage war das Mädchen verschwunden. Seit Mittwoch liegt die Schülerin nun im Krankenhaus. Und die Spekulationen über ihr Schicksal reißen nicht ab.
Leuna/MZ. 

Am Donnerstagnachmittag konnte die Jugendliche erstmals von der Polizei befragt werden.

Demnach war sie tatsächlich in Thüringen. Wie lange sie sich dort aufhielt, ist offen. "Sie hat einer Beamtin gegenüber die Version ihrer Mutter bestätigt, dass sie bei einem Mann gewesen ist", sagte Polizeisprecherin Ulrike Diener am Donnerstagabend der MZ. Die Mutter soll zuvor berichtet haben, dass der Fremde ihre Tochter nur deshalb anlockte, um sie zu schwängern. Der Kontakt kam offenbar über das Internet zustande. "Das Mädchen gab aber an, dass es zu keinen Intimitäten gekommen sein soll", so Diener. Der Mann habe ihr dann Geld für eine Zugfahrkarte gegeben, so dass sie wieder nach Leuna fahren konnte. Ob diese Darstellung der Wahrheit entspricht, muss die Polizei noch prüfen. Das Handy der Schülerin hatten Ermittler zweimal in Thüringen geortet: in Erfurt sowie in Saalfeld.

Als Alexandra am Mittwoch schließlich bei einer Freundin gefunden wurde, soll ihr Zustand sehr schlecht gewesen sein. Nach Angaben der Mutter hatte sie blaue Flecken und starke Schmerzen. Woher sie stammen, weiß keiner. Auch habe sie zunächst verwirrende Aussagen zu ihrem Verbleib in den vergangenen Tagen gemacht und wahrscheinlich unter einem Gedächtnisverlust gelitten, berichtete die Mutter.

Gerüchte, wonach das Landeskriminalamt in die Ermittlungen einbezogen sei, wies Diener zurück. Den Fall bearbeite allein das Polizeirevier des Saalekreises. Daran habe sich nichts geändert. Auch würden selbst nach den jüngsten Aussagen des Mädchens keine Hinweise auf eine Straftat vorliegen. Deshalb ermittle das Revier nach wie vor wegen des Vermisstenfalls und nicht wegen eines Verbrechens. Die Zusammenarbeit mit der 52-jährigen Mutter, die noch neun andere Kinder hat, sei indes schwierig, so die Sprecherin.