Ein Abschleppdienst holte den völlig zerstörten Pkw ab. (FOTO: MARCO JUNGHANS)
Es war ein schreckliches Bild, das sich den Rettungskräften am frühen Sonntagmorgen auf der Autobahn 38 bot. Gegen vier Uhr war in Fahrtrichtung Göttingen an der Abfahrt Schafstädt ein Pkw von hinten auf einen Sattelzug geprallt. Der Audi wurde durch die Wucht der Kollision zerfetzt, für den 32 Jahre alten Fahrer aus Teutschenthal kam jede Hilfe zu spät. Feuerwehrleute konnten ihn nur noch tot aus dem Wrack schneiden.
"Zur Klärung der Schuldfrage laufen intensive Ermittlungen. Was passiert ist, lässt sich aber schon grob skizzieren", sagte Veit Raczek von der Autobahnpolizei. Die A 38 war am Sonntag früh wenig befahren, als der bulgarische Fahrer eines Sattelzugs einen anderen Lkw überholte. Von hinten näherte sich der Audi und krachte auf der linken Spur mit hoher Geschwindigkeit in den Sattelzug. Das Auto wurde unter den Auflieger geschoben und ein Stück mitgeschleift, berichten Einsatzkräfte vor Ort. Danach rammte der Wagen auch den zweiten Lkw. Die Fahrer der Lastkraftwagen kamen mit dem Schrecken davon.
Die Autobahn war in Richtung Göttingen für mehrere Stunden voll gesperrt. Ein Rettungshubschrauber landete zwar an der Unfallstelle, wurde aber nicht benötigt. Um den Bulgaren zum Unfall befragen zu können, musste die Polizei einen Dolmetscher anfordern. Ob beide Lkw eine Genehmigung hatten, um vom Sonntagsfahrverbot befreit zu sein, sagte die Polizei zunächst nicht. Den Schaden bezifferte Raczek mit rund 26 000 Euro.