Lucas darf selber anpacken - Andreas Tomczak von der EGQ passt auf. (FOTO: PETER WÖLK)
Haben Sie sich schon einmal die Frage gestellt, was mit ihrem Abfall geschieht, nachdem er von der Müllabfuhr abgeholt wurde? Sieben Kinder der Querfurter Sekundarschule "Quer-Bunt" gehen dieser Frage in einem Jahresprojekt mit dem Namen "Hamster" nach und lernen dabei allerhand interessante Sachen über Müllentsorgung und die Umwelt im Allgemeinen. Dieses außerschulische Projekt wurde von dem Verein zur Förderung von Bildung, Arbeit und sozialem Engagement (B.A.S.E.) entwickelt und wird von der Querfurter Entsorgungsgesellschaft (EGQ) unterstützt.
"Seit Februar treffen sich die Schüler der 7. Klasse regelmäßig im Europahaus, wo sie beispielsweise schon eine Infotafel zur Geschichte der Abfallentsorgung von der Antike bis heute erstellt und ein Maskottchen aus Müll gebastelt haben", war von Raik Schröder, dem Fachbereichsleiter der B.A.S.E. zu erfahren. Desweiteren haben die sogenannten "Eco-Scouts" auch gelernt, wer im Saalekreis für die Müllabfuhr und -verwertung zuständig ist und wie die Arbeit eines Müllmanns aussieht, deren genaue Berufsbezeichnung "Fachkraft für Kreislauf- und Abfallwirtschaft" lautet, wie sie ebenfalls erfuhren.
Dazu bekamen die Schüler Besuch von Stefan Saal, dem stellvertretenden Geschäftsführer der EGQ, der ihnen viel über die Aufgaben und den Arbeitsablauf seines Unternehmens erzählte und sie auch zu einem Besuch auf das Betriebsgelände einlud. Dieser Höhepunkt des Projektes war nun gekommen und so besichtigten die neugierigen Siebtklässler am Dienstag das Gelände der EGQ. Dort sahen sie sie alles, was sie bisher in der Theorie gelernt haben, bei der praktischen Umsetzung. Stefan Saal zeigte den Kindern zum Beispiel den Namensgeber ihres Projektes, den Müllwagen "Hamster", und erläuterte seine Funktionsweise:
"Der Abfall wird in den 21 Kubikmetern Stauraum Stück für Stück zusammengeschoben, so dass am Ende bis zu neun Tonnen stark komprimierten Mülls hineinpassen." Dabei gerieten die Schüler ganz schön ins Staunen und waren fasziniert von der Technik. So auch Lisa Fabian aus Pretitz. "Ich finde das Projekt macht sehr viel Spaß, vor allem der Ausflug heute ist sehr interessant", sagte die 13-Jährige und fügte hinzu: "Die meisten Kinder in meinem Alter beschäftigen sich ja leider kaum mit dem Thema Umwelt."
Die Fortschritte des Projektes "Hamster" aus dem Europahauskönnen übrigens auch im Internet auf ecohamster.wordpress.com verfolgt werden.