Vom Wasser zu einem Gotteshaus führen diese Stufen. Wer weiß, wo sie sich befinden? (FOTO: WÖLK)
Das gesuchte Motiv des Rätselfotos war dieses Mal offenbar nicht allzu schwer zu finden. Auf allen Einsendungen stand die richtige Lösung: "Es handelt sich um das Laubenganggebäude des Bauernmuseums Querfurt", schreibt beispielsweise Elisabeth Hellwig aus Obhausen. Sie wurde dieses Mal unter Ausschluss des Rechtsweges als Gewinnerin gezogen. Die 30 Euro gehen ihr in den nächsten Tagen per Postanweisung zu. Herzlichen Glückwunsch!
Die Gewinnerin weiß auch, dass das Gebäude eine Schäferausstellung, Speicher für museale Gerätschaften, den Kassenraum und einen Aufenthaltsraum für die Mitarbeiter beherbergt. "Vom Laubengang hat man einen herrlichen Blick über den gepflegten Hof mit vielen landwirtschaftlichen Maschinen und Geräten", ergänzt sie und lobt die Schmiede, die sauberen Stallungen für die Tiere und das Bauernhaus mit seiner alten Einrichtung. "Und im Bauerngarten können Besucher verschiedene Gemüsesorten und wunderschöne Blumen bestaunen."
An die alljährliche Saisoneröffnung des Bauernmuseums erinnert sich H. Krantz aus Querfurt gern. "Neben Blasmusik, Kaffee und Kuchen kann man auch das Schafescheren und Hufe-Beschlagen erleben." Das Eröffnungsfest will auch der Querfurter Norbert Schwabe nicht missen. Und Monika Knoche aus Landgrafroda erinenrt sich besonders gern an Esel Bruno, "der immer von den Kindern besucht wird". M. Marggraf aus Leimbach hat an den Laubengang im Bauernmuseum ganz besondere Erinnerungen: "Dort haben wir den achten Geburtstag unserer Enkelin gefeiert", heißt es in der Zuschrift. MZ-Leserin Doreen Bieling aus Merseburg hat herausgefunden, dass das Laubenganghaus 1948 als Wirtschaftsgebäude errichtet wurde. "Einen Teil des Hauses nutzt heute das Bauernmuseum für den Ausstellungsbereich Hausschlachtung", schreibt sie.
Noch tiefer in die Historie eingetaucht ist der Merseburger Manfred Olejniczak. Er schreibt, das die Burgschäferei bereits 1498 urkundlich erwähnt worden sei. "Im 30-jährigen Krieg wurde die Schäferei durch die Schweden niedergebrannt und später wieder aufgebaut." Nach dem Wiener Kongress sei sie 1815 der Staatsdomäne Querfurt-Weidenbach zugeordnet worden. 1936 schließlich habe der Bauer Fritz Freis das Gelände zur privaten bäuerlichen Nutzung übernommen, es dann aber im Zuge der landwirtschaftlichen Umgestaltung in der DDR aufgegeben. Es kam zur LPG Querfurt. "Seit 1975 hat man dann begonnen, auf dem Gelände ein Bauernmuseum einzurichten." Olejniczak verbindet mit dem Gelände auch private Erinnerungen. "Im zweiten Weltkrieg musste meine Mutter dort ihr sogenanntes Pflichtjahr ableisten." Sie habe ihm erzählt, das auf dem Hof französische und zwei polnische Zwangsarbeiter zum Einsatz kamen, die im Stallgebäude untergebracht waren.
Auch Roland Schönhardt aus Oechlitz hat das gesuchte Gebäude sofort erkannt. Denn die Leiterin der Einrichtung, Viola Pufky, habe ihm bei der Organisation der Schau "250 Jahre Laufrad des Michael Kaßler" mit Ausstellungsstücken wie Ackerwagen, einer historischen Kutsche und alten Werkzeugen geholfen.