René Schmidt, Geschäftsführer der Historischen Kuranlagen und Goethe-Theater GmbH, hat den Zug selbst getestet. (FOTO: MZ)
René Schmidt, Geschäftsführer der Historischen Kuranlagen und Goethe-Theater GmbH, hat das selbst getestet - noch dazu an einem Sonntag, als weniger Fahrzeuge auf den Straßen unterwegs waren.
"Ich habe es gerade noch so geschafft", verrät er das Ergebnis der Parallelfahrt auf Straße und Schiene, die er hinterm Steuer absolvierte. Er sei selbst überrascht, wie schnell und bequem man per Bahn von Halle in die Goethestadt gelangen könne. Der eigentlich nicht geplante Geschwindigkeitstest erfolgte nicht rein zufällig: An dem Tag startete nämlich der Bad Lauchstädter Theaterzug zu seiner Premierenfahrt von Halle über Merseburg in die Kleinstadt. "Wir wollen den Besuchern eine bequeme Alternative bieten," erklärt Schmidt den Hintergrund der gemeinsamen Aktion von Goethe-Theater und Deutscher Bahn. Immerhin kommt man in gut 40 Minuten ans Ziel - und es bleibt genug Zeit, eine Runde durch den Kurpark zu drehen oder Kaffee und Kuchen zu genießen, ehe sich im Theater der Vorhang hebt.
Rund 30 Leute nutzten das Angebot zum Auftakt. Die meisten starteten von Halle aus, einige stiegen noch in Merseburg zu und alle fanden es lohnenswert. Dabei gab es anfangs einige Verwirrung: Am Bahnsteig 11 in Halle, wo es Punkt 12.47 Uhr losgehen sollte, wies aber auch nichts auf den Theaterzug hin. Schließlich kam die Ansage, dass der Zug auf Gleis 5 abfahren würde ...
Künftig verkehrt der Theaterzug immer dann, wenn in Bad Lauchstädt Theatertag ist und alle Tickets nur 15 Euro kosten - zum nächsten Mal am 17. Mai zu "Salon Pitzelberger". Weitere Termine sind am 28. Mai; 24. Juni; 1., 8. und 15. Juli; 29. September; 6., 14. und 27. Oktober.