Verkehrssicherheitstag: Radkorso durch Dürrenberg

12.06.2012 18:29 Uhr | Aktualisiert 12.06.2012 20:26 Uhr
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Schüler beim Verkehrssicherheitstag

Der Geschicklichkeitsparcours wurde von den Schülern bravourös gemeistert. Bad Dürrenbergs Stadtjugendwart Michael Kiepsch hatte ihnen zuvor alles genau erklärt (kleines Foto). (FOTO: PETER WÖLK)

Von MARTIN WALTER
Für die Kinder der Friedrich-Engels-Grundschule war am Dienstag ein besonderer Tag. Fast ausnahmslos erschienen sie mit dem Rad, um ihr Können und Wissen beim Verkehrssicherheitstag unter Beweis zu stellen.
BAD DÜRRENBERG/MZ. 

"Dies ist bereits das sechste Mal, dass wir dem Thema Verkehrssicherheit einen Projekttag widmen", erklärte Ute Siegel. "Die Übungen und Stationen sind dabei an die Klassenstufe angepasst", so die Klassenlehrerin der 4a.

Wie in den Vorjahren hat man sich wieder erfahrene Helfer ins Boot geholt. So waren Beamte des örtlichen Polizeireviers sowie Mitglieder der freiwilligen Feuerwehr vor Ort, um den kleinen Verkehrsteilnehmern mit Rat und Tat zur Seite zu stehen. Die Mitarbeiter des gemeinnützigen Bildungswerks Works betreuten die ersten und zweiten Klassen, erklärte Karin Böhme: "Wir kontrollieren, welche Verkehrszeichen die Kinder schon kennen. Außerdem bauen wir einen Geschicklichkeitsparcours mit Kletterpark und Balance-Brett auf".

Die dritten Klassen waren unterdessen im Bad Dürrenberger Feuerwehrdepot, wo sie mit ihren Drahteseln den Hindernisparcours befuhren. Bevor sie jedoch auf die Strecke konnten, wurden ihre Räder auf Verkehrstauglichkeit überprüft und getestet, ob der Helm richtig sitzt. "Es ist erschreckend, wieviele Eltern nicht auf die Fahrräder ihrer Kinder achten. So habe ich schon Räder gesehen, auf denen zu wenig Luft war", resümierte Michael Kiepsch, der Stadtjugendwart Bad Dürrenbergs. Außerdem bekamen die Schüler von Kiepsch eine Kurzunterweisung im Verhalten bei Fahrradunfällen und Erste Hilfe, wie er erklärte: "Selbst Kinder können in einer solchen Situation viel tun, zuerst einmal natürlich Hilfe holen, aber auch jemanden in die stabile Seitenlage bringen".

Die vierten Klassen legten eine Prüfung vor der Polizei ab, in der sie ihre Fahr- und Verkehrskenntnisse unter Beweis stellten. So mussten sie beispielsweise auch zeigen, dass sie die Vorfahrtsregeln beherrschen. Dafür haben sie einen Aufkleber aufs Rad bekommen, der ihre Verkehrstauglichkeit "amtlich" bescheinigt. Doch die große Feuertaufe stand ihnen erst noch bevor. Und so ging es, in Begleitung eines Feuerwehrautos, eine große Runde im Konvoi durch Bad Dürrenberg, was viele Einwohner ganz schön staunen ließ. "Ihr theoretisches Wissen haben wir ja schon abgefragt, nun ist es natürlich interessant zu sehen, ob sie dies in der Praxis auch umsetzen", sagte Michael Kiepsch. Und das taten die Viertklässler gekonnt, sodass am Ende des Projekttages alle Schüler der Friedrich-Engels-Grundschule wohlbehalten und mit vielen neuen Erfahrungen einen sicheren Heimweg antreten konnten.