World-Union-Vision-Projekt: Einmal um die ganze Welt

25.06.2012 21:07 Uhr | Aktualisiert 25.06.2012 21:11 Uhr
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Peter Gehre

Mit dem Bild Nr. 83 (vorn) ist Peter Gehre gerade fertig geworden. Nur die Signatur fehlt noch - damit hat er den Inselstaat Kiribati verewigt. (FOTO: PETER WÖLK)

Von Elke Jäger
Der Maler Peter Gehre präsentiert in einer Fernsehsendung sein "World-Union-Vision"-Projekt. Drei Kandidaten wetteifern um "Gold der Inka".
Spergau/MZ. 

"Das wäre natürlich toll, wenn ich gewinnen würde", gibt Peter Gehre unumwunden zu. "Aber ich finde es schon Spitze, dass ich mein World-Union-Vision-Projekt im Fernsehen zeigen kann. Das ist doch die Chance!" Denn davon hat der Spergauer Freizeit-Künstler immer schon geträumt: Vielen Menschen seine Vision nahezubringen. Das wird sich am Freitagabend erfüllen.

Im Rahmen der Musikshow "Inka Bause Live", die am Freitag im MDR übertragen wird, werben nämlich drei Kandidaten aus dem Leunaer Ortsteil um die Gunst der Zuschauer: Die Band " Flachlandfinken", in der sich junge Männer aus dem Ort zusammengefunden haben, der Mühlenverein, der die historische Bockwindmühle, die am Ortsausgang steht, wieder herrichtete und Schauvorführungen plant und eben der grauhaarige Hobby-Künstler mit den langen Haaren und dem Rauschebart.

Vor elf Jahren hat er damit begonnen, einen Traum zu verwirklichen: Von jedem Land der Welt (Stand 2001) ein Bild zu malen, jeweils in der Größe 70 mal 100 Zentimeter und zwar so, dass sie aneinandergereiht ein riesiges buntes Abbild der Erde ergeben.

Gehre, der hauptberuflich als Anlagenfahrer in einem Chemieunternehmen arbeitet, nutzt jede verfügbare Minute seiner Freizeit. 83 Bilder hat der 54-Jährige inzwischen geschafft, das letzte stellt Kiribati, eine kleine Insel im Pazifik, dar. Als nächstes will er Vietnam auf die Leinwand bannen. Am 22. Februar 2022 möchte er den letzten Pinselstrich setzen, bis dahin wird er noch etliche Meter Leinwand und Dutzende Farbtuben verbrauchen.

Ein Problem bewegt ihn allerdings: Der Spergauer ist auf der Suche nach einem der Öffentlichkeit zugänglichen Raum, in dem er sein "Weltbild" präsentieren kann. In seiner Galerie "Mavis" hängen alle Wände schon voll und der Platz ist bereits jetzt zu knapp, um alle 83 zu zeigen. Peter Gehres Idee: ein Rondell, in dem seine Bilder in Dreierreihen übereinander hängen. "Vielleicht findet sich ein Sponsor?", hofft er und rührt kräftig die Werbetrommel. Deshalb freut er sich auch so über den Fernsehauftritt am Freitag.

Zwar können die Gemälde in der Jahrhunderthalle nicht aufgehängt werden (es fehlt der Raum), aber sie werden alle gezeigt. Gespannt ist der Maler auch auf seine Patin. Jeder der Kandidaten des Abends bekommt nämlich einen der Stargäste als Paten - der Künstler wird von Nicole unterstützt. "Da freu ich mich schon darauf, wir haben doch die gleiche Botschaft", spielt er auf ihren ersten großen Song "Ein bisschen Frieden" von 1982 an. Bereits jetzt können Fans für ihren Kandidaten im Internet stimmen. Der Sieger erhält einen symbolischen Goldbarren (das "Gold der Inka") und 1 000 Euro als Förderpreis für sein Projekt.

Abstimmung im Internet unter www.mdr.de/inka-bause-live