«Stark III»-Förderprogramm: Erste Schulen in Dessau-Roßlau saniert

09.08.2012 19:19 Uhr | Aktualisiert 10.08.2012 10:03 Uhr
Das ehemalige Goethegymnasium in Roßlau wird neuer Standort der Bietheschule und zuvor generalsaniert. (FOTO: SEBASTIAN) 
Von Sylke Kaufhold
Die Ganztagsschule Biethe in Roßlau und die Grundschule Ziebigk können in der ersten Förderperiode des Programmes "Stark III" energetisch saniert werden. Dies machte das Finanzministerium am Mittwoch öffentlich.
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Dessau/MZ. 

"Die Presse war wieder superschnell", kommentierte Gerd Raschpichler, Dessau-Roßlaus Sozialdezernent die frohe Botschaft. Denn ein Bewilligungsbescheid habe das Rathaus noch nicht erreicht. "Wir sind aber sehr froh, dass sich das Land unseren Prioritäten angeschlossen hat". Der Stadtrat hatte im Juli eine Prioritätenliste zur Sanierung von Schulstandorten und Kindertagesstätten über das Stark III-Programm verabschiedet, die dem Land als Entscheidungsgrundlage für die Fördermittelvergabe vorgelegt worden war. Fünf Schulen sind dort aufgeführt - an erster und zweiter Stelle die Schulen in der Biethe und in Ziebigk, an dritter Priorität folgt die Turnhalle der Ganztagsschule Zoberberg, Rang 4 und 5 nehmen die Sporthalle der Sekundarschule Kreuzberge und die Schule an der Muldaue ein.

"Es gibt deutliche Signale, dass es nach 2014 ein Anschlussprogramm geben wird", so Raschpichler, "deshalb sind wir guter Hoffnung, dass auch die anderen drei Projekte noch Berücksichtigung finden." Jetzt gehe es darum, die ersten beiden Vorhaben ordnungsgemäß abzuarbeiten.

Dafür bleibt nicht beliebig viel Zeit. Denn schon Mitte 2014 müssen die Projekte der ersten Förderrunde abgeschlossen sein. "Wir bereiten vor, was wir können, um dann loslegen zu können, wenn wir den Zuwendungsbescheid haben", sagt der Sozialdezernent und informiert, dass die Planungen bereits vorbereitet werden.

Finanziell hat sich die Stadt gewappnet und die Mittel für die Planungen sowie die Co-Finanzierung der beiden Bauvorhaben, 30 Prozent der Investitionssumme, im Haushalt eingestellt. Zwei Millionen Euro wird die Generalsanierung des künftigen Standortes der Bietheschule in der Goethestraße in Roßlau kosten. Die Stadt hat hier 625 000 Euro zu tragen. Dach, Fassade, Fenster, Wärmedämmung, Elektrik werden erneuert, außerdem ein Aufzug eingebaut, so dass die Schule behindertengerecht sein wird. Die Grundschule Ziebigk erhält neue Fenster, Türen und eine neue Fassade für 590 000 Euro. Die Stadt trägt hier 177 000 Euro. "Damit ist die Sanierung dieses Schulstandortes abgeschlossen", wertet Raschpichler diese Maßnahme.

Für die Kindertagesstätten gibt es seitens des Landes noch keine Liste der ausgewählten Objekte. "Wir haben einen intensiven Kontakt zum Sozial- und zum Finanzministerium und rechnen in den nächsten 14 Tagen mit einer Entscheidung", informiert Raschpichler. Auf der Prioritätenliste der Stadt stehen neun Kindereinrichtungen, die Sanierungsbedarf haben. Dabei handelt es sich um Einrichtungen sowohl des städtischen Eigenbetriebes Dekita als auch der anderen freien Träger.