Der geplante der Ausbau der Maxdorfer Straße hat sich zum Streitfall zwischen Verwaltung und Anwohnern entwickelt. (FOTO: REBSCH)
So richtig zufriedene Gesichter sah man nicht, als der Bau- und Umweltausschuss des Stadtrates das Thema "Maxdorfer Straße" auf seiner jüngsten Sitzung noch einmal behandelt hatte. Die Anwohner waren nicht zufrieden, weil sie mit kaum einem ihrer Anliegen bei den Stadträten und bei der Verwaltung durchgedrungen waren. Stadträte und Verwaltung wiederum waren nicht so recht und nur partiell zufrieden, weil es ihnen nicht gelungen war, die Anwohner von der Vernunft des Verwaltungshandelns zu überzeugen. Letzteres freilich jemandem zu erklären, der sich davon nur Verschlechterungen für seine Lebenssituation erwartet, ist freilich fast die Quadratur des Kreises.
Die Maxdorfer Straße soll, in diesem Jahr beginnend, ausgebaut werden. Das wird für die Anwohner zum einen teuer, weil dabei Straßenausbaubeiträge anfallen, die nach bestimmtem Schlüssel auch auf die Grundstückseigentümer umgelegt werden. Das bedeutet für die Anwohner weiterhin für einen längeren Zeitraum Baulärm und Probleme bei der Zufahrt zu ihren Grundstücken. Es bedeutet, dass ein großer Teil der Bäume in der Maxdorfer Straße der Säge zum Opfer fallen. Und es bedeutet, dass nach Beendigung der Maßnahme der Straßenverkehr wieder in erheblicher Größenordnung und - nicht selten - mit einiger überhöhter Geschwindigkeit durch die Maxdorfer Straße fahren wird.
Kein Wunder also, das sich unter den Anwohner eine Bürgerinitiative gebildet hat, die der Verwaltung ein Thesen_ und Vorschlagspapier mit 55 Unterschriften von Betroffenen zum beabsichtigten Ausbau zugearbeitet hat. Ohne damit freilich auf offene Ohren zu stoßen.
Die Maxdorfer Straße, so unterstrich Baudezernentin Ina Rauer, sei eine Hauptverkehrsstraße und werde dies auch künftig sein. Das habe nichts damit zu tun, wer Eigentümer der Straße sei: "Eigentum und Klassifizierung sind zwei ganz verschiedene Sachen." Weiter: Ein Verbot des Lkw-Verkehrs sei "sehr unrealistisch". Offen zeigte sich die Dezernentin dafür, Lärmmessungen in den Nachtstunden durchzuführen, um die Frage zu beantworten, ob wenigstens nachts die Geschwindigkeit auf 30 km / h herabgesetzt werden könnte.
Auch über den Radweg auf der Westseite, so Ina Rauer, könne man noch mal überlegen. Vielleicht gelinge eine Anpassung, "dann kann man die Hecken lassen". Allerdings habe dies Auswirkungen auf die Beschilderung als Radweg. Man werde dieses Problem prüfen und sich damit im zweiten Halbjahr noch einmal befassen. Ansonsten fielen die Anregungen der Anwohner bei der Verwaltung durch: "Es geht nicht, dass Anwohner einer Straße den Verkehrsentwicklungsplan der Stadt torpedieren", sagte Ina Rauer.