Anhalt-Bitterfeld: Neue Pläne für die Köthener Chaussee

06.07.2012 19:05 Uhr | Aktualisiert 06.07.2012 19:57 Uhr
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Von sylke Hermann
Die neu gebildete Landesstraßenbaubehörde kann nicht länger warten. Die Planung der Köthener Chaussee wird in Dessau offenbar forciert - und im Akener Rathaus ist plötzlich Eile geboten. Die Behörde erwartet eine Stellungnahme.
aken/MZ. 

Die neu gebildete Landesstraßenbaubehörde, der Nachfolger des Landesbetriebes Bau, kann nicht länger warten. Die Planung der Köthener Chaussee wird in Dessau offenbar forciert - und im Akener Rathaus ist plötzlich Eile geboten. Die Behörde erwartet eine Stellungnahme. Zeitnah.

Einen Tag, nachdem sich der Ausschuss für Bau, Planung, Sanierung und Ordnung des Akener Stadtrates in dieser Woche unter dem Stichwort "Eilbedürftigkeit" dem Thema gewidmet hat, verlässt die Stellungnahme das Bauamt.

Die Planung musste angepasst werden. So wie man sich das einmal vorgestellt hatte, funktioniert es nicht mehr, sofern man den Charakter der Straße mit ihren Vorgärten erhalten will. Also positioniert sich Aken, das für die Gestaltung der Nebenanlagen wie Fuß- und Radwege zuständig ist, neu.

Betroffen ist der Bereich der Bundesstraße 187 a vom Schützenhaus bis zur Woodward-Kreuzung. Der Straßenraum ist aufgeteilt und dabei zeigte sich, dass für Geh- und Radwege auf beiden Seiten einfach kein Platz mehr ist. Auf der Südseite sieht die Verwaltung Probleme. Man könnte den Hauseigentümern höchstens ein Stück ihrer Grundstücksfläche abkaufen. Doch damit müsste ein Planfeststellungsverfahren eröffnet werden. Im Rathaus setzt man dafür mindestens zwei Jahre an. Sollte jemand nicht verkaufen wollen und klagen, könnten auch schnell fünf oder mehr daraus werden. Und so lange würde die Köthener Chaussee so bleiben wie sie ist.

Die Anwohner jedoch sehnen die Straßensanierung vor ihrer Haustür herbei. Sie berichteten bereits, dass die Gläser in der Schrankwand klappern würden, wenn schwere Lkw die Straße passierten.

Nach den neuen Überlegungen, auf die sich der Ausschuss einstimmig verständigt, verzichtet man auf der Südseite auf Parkstreifen und den 3,25 Meter breiten kombinierten Geh- und Radweg. Stattdessen gibt es nur einen Gehweg: 2,50 Meter in der Breite und dank eingebauter Rundborde überfahrbar. Das bedeutet, man fährt Richtung Bierstuben auf der Straße. Aber: Diese Variante ermöglicht es, argumentiert die Verwaltung, die Vorgärten zu erhalten. Und man könnte wie bisher in den Einfahrten und vor den Grundstücken parken. Der Ausschuss folgt dem.

Übrigens wird der jetzt gebaute Abschnitt der B 187 (Gartenstraße / Susigker Straße) vier bis sechs Wochen früher fertig als gedacht. Für Mitte August ist die Schwarzdecke eingeplant.