Das Fass. (ARCHIVFOTO: BARTL)
Gebraut wird es in Bitterfeld, dortselbst in ein 30-Liter-Fass gefüllt und dann auf einer großen Runde durch das Anhalt-Land bis in das Zentrum der studentischen Aktivitäten gebracht - nach Köthen.
Wenn Sepp zischt, ist Studententagszeit. In diesem Jahr zum 41. Mal. Und das heißt - jenseits aller Seppokalypse -, dass es vom 4. bis zum 8. Juni in Köthen allerlei Unterhaltsames, Musikalisches, Lukullisches zu erleben geben wird. Durchaus nicht nur für Kommilitonen; "Jeder Köthener", sagt Sven Kersten, "ist herzlich zu den Studententagen eingeladen."
Kersten ist Mitglied im Studentenclubs Köthen und Sepp-Projektleiter. Und damit ein Hauptverantwortlicher für das Programm, das in diesem Jahr zum Sepp serviert wird. Da ist viel Bewährtes mit von der Partie. Zum Beispiel am 5. Juni ab 15.30 Uhr das Seifenkistenrennen auf dem Marktplatz. Bis vor kurzem hatten die Veranstalter acht Teilnehmemeldungen auf dem Zettel, "aber wir hoffen schon, dass es noch zweistellig wird". Fürs Köthener Publikum ist gerade das sefenkistenrennen immer ein besonderes Vergnügen - der ungewöhnlichen Optik wegen und weil wirklich besonderer Fahrspaß geboten wird. Fachleute sind überzeugt: Dagegen kann die Formel 1 einpacken. Abends auf der Campuswiese wird "Radionation" in die Saiten greifen.Am Tag darauf lässt sich auf der Campuswiese das Blütenfest erleben, mit allerlei nichtolympischen Sportarten wie Bierfass-weit-Werfen und Maßkrugstemmen. Ab 16.30 Uhr sorgen ausländische Kommilitonen des Studienkollegs mit einem Programm für einen besonderen Farbtupfer. Apropos Sport: Da gibt es am 7. Juni eine Premiere. Denn zum ersten Mal wird der Köthener Hochhauslauf über die Treppen gehen. Und da es in Köthen nur ein Hochhaus gibt, ist auch klar, wo das Ganze stattfindet: Im Tower an der Sporthalle, manchmal auch prosaisch Wohnheim 5 genannt. Wer sich fit genug fühlt, hier mitzuhalten kann sich bis zum 4. Juni im Sportbüro in der Hochschul-Turnhalle melden.
Am Freitag lassen es die Studiosi und ihre Kompagnons nach all den Anstrengungen etwas ruhiger angehen und die Studententage ausklingen. Um 20 Uhr gibt es auf dem Campus Lagerfeuerromantik mit Musik von "Käsch".
Und danach steht nur noch der Sonnabend vor der Tür - aber der hat mit Unterhaltung nichts mehr zu tun. Sondern an diesem Tag werden die Veranstalter auf der üblicherweise strapazierten Campuswiese die letzten Spuren der Seppokalypse 2012 beseitigen.