Aschersleben: Faszination Englisch

26.04.2012 18:01 Uhr | Aktualisiert 26.04.2012 20:30 Uhr
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Tabea Hlawaty

Landessiegerin Tabea Hlawaty freut sich schon riesig auf die Reise nach London. (FOTO: FRANK GEHRMANN)

Von Peggy Schreinert
Tabea Hlawaty, Schülerin des Gymnasiums Stephaneum, wurde Landessiegerin im Wettbewerb "Fremdsprachen" und vertritt Sachsen-Anhalt nun im bundesweiten Wettbewerb für Schüler der Jahrgangsstufen acht bis zehn.
Aschersleben/MZ. 

Lust am Feilen an fremdsprachlichen Texten, am Knobeln über die richtige Grammatik oder am Einprägen wichtiger Wörter - das sind die Schlüssel für den Erfolg von Tabea Hlawaty, Schülerin des Gymnasiums Stephaneum in Aschersleben. Sie wurde Landessiegerin im Wettbewerb "Fremdsprachen" und vertritt Sachsen-Anhalt nun im bundesweiten Wettbewerb für Schüler der Jahrgangsstufen acht bis zehn.

"Mit Englisch habe ich eine Sprache gewählt, die im internationalen Raum vertreten ist und mich fasziniert. Man lernt sie recht früh in der Schule und kann sich überall damit verständigen", erklärt die Zehntklässlerin. Aber nicht nur mit Englisch, sondern auch mit ihren herausragenden Lateinkenntnissen ist Tabea Hlawaty zum Bundeswettbewerb "Fremdsprachen" angetreten und konnte so am Zweisprachen-Wettstreit teilnehmen. "Ich bin jetzt zum zweiten Mal dabei, weil es voriges Jahr leider nicht geklappt hat. Aber nun bin ich froh, dass ich in der Finalrunde stehe", gibt Tabea Hlawaty zu.

Nach der Anmeldung erhalten alle Teilnehmer Vorbereitungsthemen und -aufgaben, die sie bis zum Wettbewerbstag bearbeiten müssen. "Texas" und "Sklaverei" wurden dieses Jahr als Bearbeitungsthemen ausgewählt. Vor dem endgültigen Wettstreit müssen sämtliche Teilnehmer einen Hörbeitrag auf einem Tonträger einreichen, damit sich die Jurymitglieder ein erstes Urteil über die Aussprache bilden können. "Ich hatte das Problem, dass die Jury meine CD nicht abspielen konnte. So musste ich mich in kürzester Zeit noch mal vorbereiten und mein gestelltes Thema telefonisch vortragen", so die Schülerin.

Da die Bundesländer den Wettbewerb für die einzelnen Jahrgangsstufen organisierten, luden diese die Schüler auch zum Wettbewerbstag ein. Dort erwartete alle Teilnehmer eine Reihe von Aufgaben, wie zum Beispiel zum Leseverständnis und zum Hören oder Schreiben. "Ich habe mit vielen weiteren Teilnehmern im Georg-Cantor-Gymnasium in Halle meine Themen bearbeitet. Wir hatten circa vier Stunden dafür Zeit, aber das hatte auch ausgereicht", erklärt Tabea Hlawaty.

Im letzten Teil des Wettbewerbes, der Kreativbeitrag, konnten dann alle Schüler ihrer Fantasie freien Lauf lassen. So philosophierten die Schüler über einen Urlaub mit den Eltern in Texas. "Man kann sich den Wettbewerb wie eine lange Klausur vorstellen. Es war so eingeteilt, wie wir es schon aus dem Unterricht kannten - übersetzen, zusammenfassen, Aufgaben bearbeiten und Kreativteil - und nicht sonderlich neu", so die Landessiegerin.

Die Erstplatzierten haben eine Sprachreise nach London und die Teilnahme an einem Landesseminar zur Begabtenförderung gewonnen, so auch Tabea Hlawaty. "Ich war noch nie in London und freue mich darauf. Ich kann nur leider nicht am Seminar teilnehmen, weil ich dort auf Klassenfahrt bin, die ich organisiert habe", gibt sie zu.

Aber die Stephaneer-Landessiegerin steht nicht nur im Bundesfinale des Mittelstufenwettbewerbes, an dem etwa 70 junge Leute aus ganz Deutschland teilnehmen, sondern konnte mit ihrer hohen Punktzahl sogar die erste Instanz des Oberstufenwettbewerbes überspringen und nimmt nun auch an der zweiten Stufe des Wettbewerbes teil.

"Die Aufgaben habe ich für den Oberstufenwettbewerb schon geschrieben und muss nun aber noch volle zwei Wochen warten, bis ich da Bescheid bekomme. Aber ich bin guter Dinge", erklärt Tabea Hlawaty