Aschersleben: Frust bei Badeschluss

24.05.2012 19:17 Uhr | Aktualisiert 24.05.2012 19:33 Uhr
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Spaß im Freibad

Angesichts solchen «Zuspruchs» sieht sich der Bademeister nicht veranlasst, über längere Öffnungszeiten nachzudenken. (FOTO: MARION POCKLITZ)

Von detlef valtink
Hoch "Otto" sorgt, seitdem es sich mit einem kleineren Hoch über der Biskaya verbrüdert hat, für Temperaturen um die 30 Grad. Dennoch schließen die meisten Freibäder für viele zu früh.
aschersleben/MZ. 

Hoch "Otto" sorgt, seitdem es sich mit einem kleineren Hoch über der Biskaya verbrüdert hat, für Temperaturen um die 30 Grad. Und der meteorologische Familienzusammenschluss kam gerade zur richtigen Zeit. Haben doch angesichts der Pfingstferien die Kinder und Jugendlichen ausreichend Zeit, sich den angenehmen Seiten der Hitzewelle zu widmen.

Beispielsweise bei Sport, Spiel und willkommener Abkühlung im Freibad Unter der Alten Burg in Aschersleben. Doch bei "Otto" fühlen sich seit einigen Tagen einige Ascherslebener eher an den Komiker aus dem Norden der Republik erinnert. Sie können es nicht verstehen, dass bei den sonnigen Temperaturen um 18 Uhr im Freibad der Hammer fällt und dem Badevergnügen abrupt ein Ende gesetzt wird, obwohl doch der Badetempel erst um 19 Uhr seine Pforten endgültig schließt. So auch am Mittwoch, als das Freibad noch gut besucht war und die Badegäste trotzdem aufgefordert wurden, ihren Besuch zu beenden, obwohl einige gern noch länger geblieben wären. Dabei stellte sich die Frage, ob nicht bei solchen Gegebenheiten flexibel reagiert werden kann. Für Bademeister Frank Hoffmann stellt sich die Frage nicht. "Um 18 Uhr wird die Wasserfläche geschlossen und dann haben die Gäste noch eine Stunde Zeit, sich umzukleiden und das Bad zu verlassen", positioniert sich Bademeister Frank Hoffmann.

Erst in den Sommerferien wird das Bad regulär bis 19 beziehungsweise 20 Uhr geöffnet. "Wir haben die Möglichkeit, bei entsprechender Witterung die Öffnungszeiten zu verlängern, aber dafür muss auch die Wirtschaftlichkeit gegeben sein", weiß Frank Hoffmann. So wurden am Mittwoch 211 Badegäste registriert, von denen am Abend nur noch wenige vor Ort waren. Für den Bademeister kein Grund, die Öffnungszeiten zu verlängern. Zumal er als Einzelkämpfer auch noch die Nachbereitung zu bewältigen habe. Da muss die Filteranlage gespült, müssen Beckenrinne, Liegewiesen und Toiletten gesäubert werden. Zusätzliches Personal gebe es nur zu Stoßzeiten und dann auch nur als Unterstützung bei der Kassierung.