Die Mehrheit sprach sich zwar dafür aus, ein ganzer Teil aber auch dagegen. Heute, acht Monate später, scheint die Meinung eher einhellig - pro Kehrmaschine.
"Es gibt keine Beschwerden aus den Ortsteilen. Ganz im Gegenteil", zieht André Könnecke, Leiter des Eigenbetriebs, eine positive Bilanz. In einigen Dörfern wäre es sogar gern gesehen, würde der Aktionsradius erweitert, sagt er. Geplant sei das erst mal nicht, wohl aber "erledigt die Kehrmaschine auch die eine oder andere Auftragsfahrt für Dritte - womöglich ob des attraktiven Preises von 85 Euro pro Stunde", so der Betriebsleiter.
Nur an einer Stelle drückt der Schuh in Sachen Stadtreinigung noch ein wenig: "Das Problem mit den am Straßenrand parkenden Autos ist in zwei Ortschaften noch nicht optimal gelöst", erklärt Könnecke, dass es - wenn auch immer seltener - doch hin und wieder noch zu Behinderungen kommt. Immer freitags, alle vierzehn Tage, wird gekehrt. Mehringen, Drohndorf, Freckleben sowie Winningen und Wilsleben sind in geraden Kalenderwochen dran; Groß und Klein Schierstedt, Schackenthal und Schackstedt in den ungeraden. Ein Parkverbot mit entsprechendem Verweis zu erlassen - das würde wohl eher irritieren, vor allem Auswärtige. Ein generelles Parkverbot für jeden Freitagmittag sei auch nicht erstrebenswert. "Eigentlich wollen wir ohne zusätzliche Beschilderung auskommen. In der Regel parken ja auch nur die Anwohner und deren Besucher dort", so Könnecke, "und die meisten haben sich längst auch auf den Reinigungsrhythmus eingestellt und wissen, wann die Kehrmaschine in ihre Straße kommt".
Apropos Kehrmaschine: Ende August, so Könnecke, bekommt der Bauwirtschaftshof ein neue. Der Leasingvertrag der alten ist abgelaufen. "Bei der neuen Kehrmaschine handelt es sich wieder um einen Unimog, ausgestattet natürlich auch mit Winterdiensttechnik, schnell umzurüsten, und zwölf Monate einsatzbereit."