Autobahn 9: Sechs Stunden Vollsperrung nach Unfall

01.05.2012 19:13 Uhr | Aktualisiert 02.05.2012 14:34 Uhr
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Stau auf der Autobahn

Stau auf der Autobahn (ARCHIVFOTO: DPA)

Von Silvia Bürkmann
Zwei Menschen sind bei einem schweren Unfall auf der Autobahn 9 zwischen Dessau-Süd und Dessau-Ost in Richtung Berlin gestorben. Nach einer Vollsperrung von rund sechs Stunden wurde der Verkehr Richtung Berlin ab Mitternacht wieder freigegeben.
Dessau/MZ. 

Ein tragisches Ende nahm der Mai-Feiertag für die Beteiligten und Betroffenen eines schweren Verkehrsunfalls auf der Autobahn zwischen Dessau-Süd und Dessau-Ost, der zwei Todesopfer und sechs Verletzte forderte.

Der Unfall ereignete sich um 17.45 Uhr am Autobahnkilometer 77,8 in Fahrtrichtung Berlin. Die Autobahn wurde zur Bergung der Unfallopfer und zur Unfallaufnahme in Richtung Berlin voll gesperrt. Die Sperrung dauerte bis Mitternacht.

Zu den Opfern, zu Ursache und Hergang des Unfalls konnte die Polizei am Dienstagabend noch keine Angaben machen. Die Auswirkungen auf den Rückreiseverkehr vom langen Wochenende aber waren immens. Per Verkehrsfunk wurden die Autofahrer ab 19 Uhr auf die Umleitungsstrecke ab der Anschlussstelle Wolfen gelotst, aber auch auf die sich anschließende Bundesstraße geriet der Verkehr durch das hohe Aufkommen ins Stocken.

Ein Großaufgebot an Rettungskräften wurde an die Unfallstelle geschickt. Einsatzleiter Uwe Träger von der Dessau-Roßlauer Berufsfeuerwehr zählte allein von der Feuerwehr sechs Einsatzfahrzeuge von Berufsfeuerwehr und Freiwilliger Feuerwehr-Süd auf. Dazu kamen vier Rettungswagen, drei Notarzteinsatzfahrzeuge und zwei Rettungshubschrauber.

Die Helikopter flogen zwei aufs schwerste verletzte Frauen nach Halle in die Universitätsklinik und ins die Klinik Bergmannstrost. Zwei weitere Schwerverletzte wurden in das städtische Klinikum Dessau und ins Gesundheitszentrum Bitterfeld gebracht. Zwei weitere Menschen wurden bei dem Unfall leicht verletzt. Bei der Erstversorgung leisteten neben den professionellen Rettungskräften auch viele couragierte Autofahrer Hilfe, die den Unfall selbst glimpflicher überstanden hatten, lobte der Einsatzleiter.

Nach Polizeiaussage waren an dem schweren Unfall insgesamt sieben Pkw beteiligt. Zum Unfallhergang und zu den Schäden liegen derzeitig keine gesicherten Erkenntnisse vor. Beamte des Bundesautobahnpolizeireviers Dessau-Roßlau und Mitarbeiter der Dekra waren damit bis zum späten Abend beschäftigt. Während dieser Zeit blieb noch ein Feuerwehrfahrzeug auf der Autobahn, um die Unfallstelle zu beleuchten. Die Ermittlungen werden am Mittwoch weitergehen. Ganz in der Nähe des Unfallortes und in gleicher Fahrtrichtung hatte sich kurze Zeit vorher bereits ein Unfall ereignet, bei dem sich ein Fahrzeug überschlagen hatte. Hier hatte der Betroffene nur leichte Verletzungen erlitten.