Bildungseinrichtungen: Sanierungsstau an Schulen in Halle und Magdeburg

19.05.2012 11:45 Uhr | Aktualisiert 20.05.2012 10:47 Uhr
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Schule

Trotz erheblicher Investitionen in den Erhalt kommunaler Schulen besteht dort noch Sanierungsbedarf in den beiden größten Städten Sachsen-Anhalts. (SYMBOLFOTO: DPA)

Von Klaus-Peter Voigt
Trotz erheblicher Investitionen in den Erhalt kommunaler Schulen besteht dort noch Sanierungsbedarf in den beiden größten Städten Sachsen-Anhalts.
Magdeburg/Halle (Saale)/dapd. 

Die Stadtverwaltungen Halle und Magdeburg bezifferten die dafür notwendigen Ausgaben auf insgesamt fast 170 Millionen Euro. Seit Anfang der 1990er Jahre flossen bereits 449 Millionen Euro in unterschiedliche Maßnahmen geflossen, wie eine Umfrage der Nachrichtenagentur dapd ergab. Dazu kamen in der Landeshauptstadt Ausgaben privater Investoren von mehr als 100 Millionen Euro für die vollständige Sanierung von 20 Schulkomplexen im Rahmen des städtischen Public-Private-Partnership-Programms.

In Halle gehe es in unsanierten und vor 2005 sanierten Schulen vorrangig um die Verbesserung des Brandschutzes, aber auch um energieeffiziente Maßnahmen, sagte Rathaussprecherin Ria Steppan. Um Defizite systematisch beseitigen zu können, sei eine Prioritätenliste aufgestellt worden. Darüber hinaus warte auch eine Vielzahl von Sporthallen auf Handwerker, fügte sie hinzu. Bei 13 Gebäuden seien gegenwärtig Keller komplett oder teilweise wegen Feuchtigkeit gesperrt. Wegen der Schließung ihrer Turnhalle müssten Mädchen und Jungen gegenwärtig zum Sportunterricht in benachbarte Schulen wechseln.

Zwtl.: 400 Anträge auf Förderung liegen vor

Eine umfassende Sanierung von Schulgebäuden ist nach Angaben des Magdeburger Rathaussprechers Michel Reif in zehn Objekten, eine Teilsanierung an fünf nötig. Die Kosten für solche Vorhaben einschließlich der Freiflächen und Sporthallen bezifferte er auf etwa 43 Millionen Euro. Der künftige Schwerpunkt in Magdeburg liege bei der energetischen Sanierung von Kindertageseinrichtungen. Dort gebe es einen größeren Bedarf, der unter anderem mit europäischen Mitteln aus dem Landesprogramm STARK III gedeckt werden soll.

Für das STARK III-Programm zur energetischen Sanierung von Schulen und Kindertagesstätten in Sachsen-Anhalt liegen im Finanzministerium aus den Landkreisen und kreisfreien Städten etwa 400 Anträge dafür vor. Vor dem Sommer entstehe eine Landesliste, die sich an der Dringlichkeit der Maßnahmen orientiere, hieß es aus dem Ministerium. In der ersten Phase des Programms sollen bis Ende 2013 mit Fördermitteln der Europäischen Union Projekte mit einem Gesamtvolumen von etwa 120 Millionen Euro umgesetzt werden. Bis 2019 will das Land alle Kindertagesstätten und Schulen energetisch saniert haben.