Ina Butz (FOTO: MZ)
Was haben die Bitterfelder Schülerköche den Gästen sozusagen im Vorbeigehen am Stand in der Ratsgasse angeboten?
Butz: Wir haben am Stand des Landesverwaltungsamtes in der Dessauer Ratsgasse Cracker mit einer Frischkäse-Creme mit Kräutern und Schmetterlingsgurke angeboten. Die zum Schmetterling geformte Gurke bezieht sich auf das Comeniusprojekt "Rettet die Schmetterlinge, rettet den Planeten".
Haben die Besucher tüchtig zugelangt?
Butz: Wir hatten zu tun, in den anderthalb Stunden sind Hunderte Häppchen weggegangen. Die kommen auch bei anderen Gelegenheiten immer gut an.
Haben sich die Leute auch für das neue Kochbuch "Wir essen natürlich auf" mit Rezepten von Schülerköchen aus Sachsen-Anhalt interessiert?
Butz: Durchaus. Die Helene-Lange-Schule hat auch etwas dazu beigesteuert. Der Lachs-Tatar, an den die Schüler erst gar nicht ran wollten, haben wir beim Erdgaspokal mit Erfolg ausprobiert. Nun kann das Rezept im neu herausgegebenen Kochbuch nachgelesen werden.
Die Bitterfelder waren beim Sachsen-Anhalt-Tag sicherlich nicht die einzigen Akteure am Stand der Schülerköche.
Butz: Nein, wir haben uns abgewechselt mit "Kollegen" aus Eisleben, Quedlinburg, Zeitz und anderen Orten.
Hatten die Mädchen und Jungen auch Gelegenheit, sich auf dem Sachsen-Anhalt-Tag umzusehen? Was hat sie besonders interessiert Klar, sie konnten vor der Rückfahrt in Ruhe über das Gelände schlendern. Sie wollten auf jeden Fall auf den Rummel gehen und sich die Models für das Schülerferienticket auf der Casting-Bühne der Nahverkehrsgesellschaft Sachsen-Anhalt ansehen. Wie viele Schüler machen eigentlich mit bei den Nachwuchsköchen der Helene-Lange-Schule und wie oft treffen sie sich ?
Butz: Alle drei Wochen wird etwas ausprobiert. Viele bringen dann ihr Lieblingsrezept mit. Unter den zehn Teilnehmern sind Mädchen und Jungen übrigens gleichermaßen vertreten.
Wer wie Sie die Schülerköche schon seit etwa zehn Jahren betreut, muss damit auch Erfolg haben.
Butz: Es macht vor allem Spaß. Zum anderen bin ich an der Schule auch für die Berufsorientierung zuständig. Und da ist es schön sagen zu können: Einige Schülerköche sind wirklich Koch geworden.