Jens Telle (l.) und Volker Ludwar von der Firma ETB richten den Neigungslaser aus. (FOTO: ANDRé KEHRER)
Bitterfelder Bogen, Goitzsche-Camp oder der Stadtstrand am Stadion - wer Bitterfeld-Süd erreichen will, braucht entweder gute Ortskenntnisse oder viel Geduld. "Doch das wird sich noch in diesem Jahr ändern", so Werner Rienäcker. Er ist der Geschäftsführer der IPG Stadtentwicklungsgesellschaft und erschließt Bitterfeld-Süd mit dem gleichnamigen Projekt.
Die Idee klingt dabei einfach, denn die Wiesenstraße (Kaufland) wird in Richtung Bitterfelder Berg, wo der Bogen steht, verlängert. Hier soll eine noch zu bauende Brücke den Strengbach queren. Entlang des Bitterfelder Berges führt die Verbindung dann in Richtung Parkstraße, kreuzt sie und wird in Richtung Wassersportzentrum / Goitzsche-Camp (Niemegker Straße) verlängert.
Ende Oktober - so das voraussichtliche Bauende - soll die 2,3 Kilometer lange Erschließungsstraße fertig sein und Einheimische und Besucher schnell und direkt von der B 100 an den See bringen.
"Goitzschestraße" wäre folglich ein möglicher Name für die Verbindung zum Wasser. "Doch dafür ist es jetzt noch zu früh", sagt Rienäcker. Ihn treiben derzeit ganz andere Sorgen um, denn die Erschließung von Bitterfeld-Süd besteht aus sechs Abschnitten. Neben der Verbindungsstraße und zwei Parkplätzen, einer in der Parkstraße und einer in der Niemegker Straße, gehört dazu auch der Bau des Rettungs- und Versorgungsweges zum Bitterfelder Bogen.
Um die Standfestigkeit der aufgeschütteten Halde zu untersuchen, habe man bereits Beprobungen durchgeführt. "Im März haben wir dann mit der Baumrodung begonnen." Dadurch ist eine 2,5 Hektar große Schneise am Bitterfelder Berg entstanden. "Doch wir werden dafür 3,7 Hektar Wald aufforsten und drei Hektar Grünflächen gestalten." Wenn dies alles in Sack und Tüten ist, sei auch das letzte Erschließungsprojekt an der Goitzsche in Bitterfeld beendet. "Die Infrastrukturmaßnahmen für das Freizeit- und Erholungsgebiet sind damit abgeschlossen." Etwa 4,9 Millionen Euro wird allein die Erschließung von Bitterfeld-Süd dann gekostet haben. Ausgaben, die sich irgendwann auch bezahlt machen sollen. Aber wie? "Mit der Einbindung des Bitterfelder Bogens und des Wassersportzentrums haben wir Bitterfeld-Süd touristisch erschlossen ein zweites Eingangstor zur Goitzsche geschaffen." Damit gehe auch die Hoffnung einher, dass mehr Touristen und Freizeitsportler an die Goitzsche kommen. "Davon profitieren wir dann alle."