Dessau-Roßlau: «Wir-Gefühl» als Fundament

21.08.2012 19:39 Uhr | Aktualisiert 21.08.2012 20:57 Uhr
Am Donnerstag um 11 Uhr werden auf dem Luchplatz zum Auftakt des Roßlauer Heimat- und Schifferfestes in der "Allee der Elbestädte" die Flaggen der am Strom anrainenden Kommunen gehisst. Im Vorjahr waren zum 20. Schifferfest die Stadtväter aus dem böhmischen Riesengebirge zu Gast (rechts im Bild). Die Mädchen und Jungen aus der Meinsdorfer Grundschule symbolisierten in den blauen T-Shirts die Allee der Elbestädte. (FOTO: LICHTBLAU/FÖRDERVEREIN) 
Von silvia bürkmann
Roßlau putzt sich heraus. Und bei der Stadtdurchfahrt entlang der B 184 zwischen Zerbst und Dessau-Roßlau erstrahlen die Gesichter von sechs jungen Frauen vor einem gehörig seebären-artigen Neptun: Die Schiffernixen aus den Vorjahren laden ein zum 21. Roßlauer Heimat- und Schifferfest.
Drucken per Mail
rosslau/MZ. 

Die Stadteinfahrt aus Richtung Coswig signalisiert es schon auf den ersten Metern hinter dem Ortseingangsschild: An den Masten der Straßenlaternen flattern Wimpel in den klassischen Stadtfarben Blau-Weiß. Ein paar Straßen weiter wehen die Fähnchen dann auch an den Hausfenstern. Roßlau putzt sich heraus. Und bei der Stadtdurchfahrt entlang der B 184 zwischen Zerbst und Dessau-Roßlau erstrahlen die Gesichter von sechs jungen Frauen vor einem gehörig seebären-artigen Neptun: Die Schiffernixen aus den Vorjahren laden ein zum 21. Roßlauer Heimat- und Schifferfest.

Ab Donnerstag ist das Städtchen an Elbkilometer und Boje 258 bis zum Sonntag wieder fest in der Hand der Schiffer und ihrer Freunde vom Förderverein Schifferstadt Roßlau mit seinen Partnern. An vier Tagen weist eine Flaggenparade den Dessau-Roßlauern und ihren Gästen den Weg hin zu einem Fest mit viel Tradition und vollem Programm.

Was steht dabei fest wie der Verlauf der Elbe am Kilometer 258, wo gibt es neue Abzweigungen oder Sandbänke? "Die Eckpfeiler stehen natürlich fest", sagt Vereins-Vorsitzende Christel Heppner. An diesen Pfosten umspannt sich der Rahmen für das Heimat- und Schifferfest. Und die wollen die Roßlauer nicht missen. "In direkter Gegenüberstellung zum 20. Jubiläumsfest vom Vorjahr wird es diesmal ein 'normales Fest'. Aber wohl zum ersten Mal eines, das alle Roßlauer Vereine gemeinsam tragen." Dieses neue "Fundament" haben die Mitglieder der vielen Vereine gemeinsam gelegt beim Sachsen-Anhalt-Tag in Dessau-Roßlau. 13 Arbeitsgruppen arbeiten intensiv an der Vorbereitung der einzelnen Schifferfest-Höhepunkte. Über die detailliert Auskunft gibt die Festbroschüre "Roßlauer Schifferlatein", seit dem 10. August 2012 verteilt und in den Stadt-Infos in Dessau und Roßlau hinterlegt.

Als Neuheit wird im Jahr 2012 erstmals ein "Info-Punkt" auf dem Festplatz aufgebaut und zwar neben dem Bahnhof vor dem Fußgängertunnel zwischen Dessauer und Werftstraße. Eine große Fahne des Vereins (Vereinsfarbe Grün) markiert die Anlaufstelle: für Auskünfte zu Fest-Orten und -Terminen, für die Behandlung kleiner Blessuren oder eben als Treff- und Sammelpunkt für Kinder, die sich eventuell im Festgetümmel verlaufen haben und Mutti und Vati suchen.

Eine nächste Neuerung: Der Lampionumzug folgt am Samstagabend einer verlängerten Route, startet 20.30 Uhr an der Grundschule Waldstraße, zieht hinter den Pauken und Trompeten des Spielmannszuges Blau-Weiß Roßlau in die Biethe, holt an der Sekundarschule um 20.45 den zweiten Lampionumzug ab, um gemeinsam mit Tschingderassa-Bum zu den Bootshäusern zu ziehen. Das sind über zwei Kilometer. Familien mit kleinen Kindern könnten an der Zerbster Brücke ausscheren und sich später wieder einreihen, empfehlen die Veranstalter. An der Elbe wird gegen 21.30 Uhr der Bootskorso erwartet. Mit Neptun. Der darf beim Fest der Schiffer nicht fehlen.