Eisleben: Ausschusschef meldet seine Bedenken an

20.07.2012 19:03 Uhr | Aktualisiert 20.07.2012 19:42 Uhr
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Von wolfram bahn
Die jüngsten Ankündigungen zur Theaterfinanzierung in Eisleben sind nicht überall auf Jubel gestoßen. Bedenken hat vor allem Jürgen Grobe, der Vorsitzende des Finanzausschusses des Stadtrates, angemeldet.
eisleben/MZ. 

Die jüngsten Ankündigungen zur Theaterfinanzierung in Eisleben sind nicht überall auf Jubel gestoßen. Bedenken hat vor allem Jürgen Grobe (SPD), der Vorsitzende des Finanzausschusses des Stadtrates, angemeldet. Nach seiner Ansicht wird das Bekenntnis der Lutherstadt zum Theater "an anderer Stelle im Haushalt zu erheblichen Reduzierungen führen müssen". Grobe reagierte damit auf die überraschende Ankündigung von Landrat Dirk Schatz (CDU) und Oberbürgermeisterin Jutta Fischer (parteilos), dass die Finanzierung der Landesbühne in den nächsten fünf Jahren gesichert sei.

Beide hatten zum Theatersommerfest am vorigen Sonnabend erklärt, dass es keine Abstriche an der Gesamtsumme geben soll, die beide bislang im Haushalt eingestellt haben. Allerdings stellte sich erst beim Nachfragen heraus, dass sich die Gewichte verlagern. Der Landkreis will seine jährlichen Zuschüsse um 250 000 Euro kürzen.

Diese Summe soll Eisleben zusätzlich übernehmen. Die Lutherstadt müsste dann jedes Jahr eine halbe Million Euro fürs Theater aufbringen. Das ist aus Grobes Sicht problematisch. "Schließlich steht der angespannte Eisleber Haushalt unter harten Konsolidierungsauflagen", so der Chef des Finanzausschusses. Und diese "sind bei Weitem noch nicht vollständig erledigt beziehungsweise in der geforderten Gesamthöhe umgesetzt", so Grobe in einem Brief an die MZ.

Er vermutet, dass wohlwollende Äußerungen von Stadtratsmitgliedern von dem möglicherweise inzwischen aufgeklärten Irrtum beflügelt wurden, dass Eisleben keine höheren Beiträge einbringen müsse. Der Wunsch, den Erhalt des Theaters zu sichern sei nachvollziehbar, so Grobe. Nun müsse aber der Stadtrat abwägen, wo freiwillige Leistungen zu streichen seien.