Eisleben: Breakdancer am Lichtpult

07.05.2012 19:47 Uhr | Aktualisiert 07.05.2012 20:31 Uhr
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Katharina Möller und Ingmar Scheffler

Katharina Möller (links) und Ingmar Scheffler setzen Schauspieler und Bühne vom Stellwerk aus ins rechte Licht. (FOTO: DETLEF LIEDMANN)

Von detlef liedmann
60 Stimmungen in gut 60 Minuten. Doch von alldem sollen und werden die kleinen und großen Besucher nichts merken, wenn sich am Mittwochmorgen im großen Saal der Landesbühne Sachsen-Anhalt der Vorhang zu "Mio mein Mio", hebt.
eisleben/MZ. 

"Ein Beleuchter hat gut gearbeitet, wenn das Licht nicht auffällt", sagt Ingmar Scheffler, mit Beginn der neuen Spielzeit vom Schauspiel Leipzig in die Lutherstadt gewechselt. Ebenfalls ein neues Betätigungsfeld gesucht und gefunden hat Katharina Möller. Zuletzt hat sie zwei Jahre im "Blue Max Theater" Berlin gearbeitet, also dort, wo die "Blue Man Group" große Erfolge feiert. "In Berlin waren natürlich die technischen Voraussetzungen andere. Hier habe ich eine größere Vielfalt der Arbeit", sagt sie.

Ihr Werdegang war indes ein anderer als er ihres Beleuchtungsmeisters Scheffler. "Zu meiner Zeit war das noch ein Ausbildungsberuf. Ich gehörte vor der Wende zu den letzten", so der Leipziger. Elektromonteur mit Spezialisierung künstlerische Beleuchtung so das Wortungetüm. Ein Schulfreund, dessen Großeltern an der Oper Leipzig arbeiteten, habe ihn oft mit dort hingenommen. So sei der Berufswunsch entstanden. Auch Katharina Möller, sie stammt aus dem Vogtland, hat sich schon als Kind fürs Theater interessiert. "Ich habe erst ein halbes Jahr Praktikum gemacht und danach Theatertechnik studiert. Und weil in der Beleuchtung die nettesten Kollegen waren, habe ich mich für diese Richtung entschieden." Indes lässt die passionierte Radfahrerin zumindest mimisch offen, ob es wirklich die netten Kollegen waren, die hier irgendwas beeinflusst haben. Scheffler hat, respektive hatte, ein anderes Hobby als Radfahren. "Ich war seit meiner Jugend leidenschaftlicher Breakdancer, kann das jetzt aber aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr machen", so der 42-jährige Beleuchtungsmeister. Wenn sich die Gelegenheit ergibt, schaut er sich eine Weltmeisterschaft live oder im Fernsehen an.