Eisleben: Ein Piks für ein neues Leben

03.06.2012 18:57 Uhr | Aktualisiert 03.06.2012 19:45 Uhr
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Ronny aus Osterhausen

Der 31-jährige Ronny aus Osterhausen mit seinem Sohn. (FOTO: PRIVAT)

Von Frieder Fahnert
Eine Untersuchung beim Arzt brachte für Ronny aus Osterhausen die furchtbare Diagnose: Leukämie. Jetzt haben Freunde und Verwandte in Zusammenarbeit mit der Gesellschaft Deutsche Knochenmarkspenderdatei (DKMS) eine Typisierungsaktion organisiert.
Osterhausen/MZ. 

Es ist zwei Jahre her. Ronny aus Osterhausen ist immer wieder schlecht geworden. Er kann sich das zunächst nicht erklären. Eine Untersuchung beim Arzt brachte die furchtbare Diagnose: Leukämie. Es folgten mehrere Chemotherapien in einer Spezialklinik in Halle. Doch die brachten nicht den gewünschten Erfolg.

Jetzt haben Freunde und Verwandte in Zusammenarbeit mit der Gesellschaft Deutsche Knochenmarkspenderdatei (DKMS) eine Typisierungsaktion organisiert. Damit soll ein geeigneter Knochenmarkspender gefunden werden, mit dessen Hilfe der 31-jährige Ronny wieder gesund wird. Die Aktion steigt am kommenden Sonnabend, 9. Juni, von 10 bis 16 Uhr im Martin-Luther-Gymnasium in Eisleben. "Bei der Organisation haben wir von vielen Seiten Unterstützung erhalten", sagt Lutz Goldhammer, Schwager des kranken Ronny. Der Landkreis hat kurzfristig das Gebäude zur Verfügung gestellt. Die Schirmherrschaft hat das Eisleber Comedy-Duo "Elsterglanz" übernommen. Sven Wittek und Gilbert Rödiger werden dort Autogramme geben. "Bei einer unserer Kinoveranstaltungen wurden wir gefragt, ob wir da mitmachen", sagt Wittek. Da habe man nicht lange überlegt. "Klar wollen wir helfen." Auch Box-Weltmeister Timo Hoffmann wird kommen. Er will sich sogar typisieren lassen.

Die Grundschule Osterhausen wird mit einer Tanzgruppe dabei sein. Für Livemusik sorgen unter anderem Gregor Majewski, Mario Rübsam und Max Bastian sowie die Kliebigtaler Musikanten. Der Elektromeister Matthias Herzer aus Eisleben stellt eine Hüpfburg zur Verfügung. Stephan Rische aus Wolferode will mit seiner Feldküche das Mittagessen bereiten, die Einnahmen wolle er der DKMS spenden, die die Typisierungen finanziert. Eine Untersuchung im Labor kostet rund 50 Euro. "Wir hoffen, dass durch die vielen Aktionen viele Leute ins Gymnasium kommen und sich typisieren lassen", so Lutz Goldhammer.

Den Spendewilligen entstehen keine Kosten. Lediglich fünf Milliliter Blut werden mit Hilfe eines kleinen Piks entnommen. Und dadurch kann ein Leben gerettet werden.

Weitere Informationen unter: www.dkms.de