Der Landkreis verstärkt sein Engagement auf dem Gebiet der erneuerbaren Energien. Er hat für 16 Millionen Euro den zweiten Solarpark gekauft, bestätigte die Kreisverwaltung am Freitag. Der Park mit einer Spitzenleistung von 7,32 Megawatt war in Riethnordhausen auf einer Fläche von 30 Fußballfeldern von der Soventix GmbH (Duisburg) und der SRU Solar AG (Berga) errichtet worden. Über 33 000 Solarmodule erzeugen nach Angaben der Erbauer soviel Strom, dass 2 400 Haushalte versorgt und jährlich 6 200 Tonnen Kohlendioxid eingespart werden können. Eingeweiht worden war die Anlage im Oktober 2011. Der Solarpark speist laut SRU jährlich über sieben Millionen Kilowattstunden ins Netz ein. Damit würden pro Jahr Einkünfte von über 1,5 Millionen Euro erzielt. Der Kreis hatte zuvor bereits einen Solarpark in Berga erworben.
Die Investitionen basieren auf Kreistagsbeschlüssen. Das Geld stammt aus dem Fonds, der aus dem Erlös des Klinikverkaufs gebildet worden war. "Die Anlagestrategie hat eine hohe Investitionssicherheit und ist ein zukunftsorientierter Schritt mit Blick auf die Umwelt", so Kreissprecherin Babett Mitschka. Zuletzt hatte es im Kreistag Streit um eine weitere Investition gegeben: Ursprünglich wollte der Kreis für fünf Millionen Euro noch eine Anlage in Eisleben kaufen, doch dann stellte Landrat Dirk Schatz (CDU) den Erwerb eines Solarparks in Sangerhausen zur Abstimmung. Das sorgte für hitzige Debatten. Schatz zog die Vorlage zurück und sagte, er denke an Rücktritt.