TV-Programme werden ins Primacom-Netz eingespeist. (FOTO: ARCHIV/DPA)
Die seit längerem geplante Abschaltung des analogen Satellitenfernsehens ist zu Beginn dieser Woche weitgehend reibungslos geglückt. Allerdings haben in diesem Zusammenhang die öffentlich-rechtlichen TV-Anbieter auch ihre Sendefrequenzen im Kabel und über Satellit verändert. Vereinzelt ist es dabei zu Problemen gekommen (die MZ berichtete am 2. Mai).
Der Kabelnetzbetreiber Primacom konnte den meisten Kunden sofort am Telefon helfen, so Unternehmenssprecher Thomas Chojnacki. Dass vor allem Kunden der Primacom, wie die MZ berichtete, Probleme gehabt hätten, wies er zurück. "Die Umstellung der Signale betrifft alle Kabel- und Satellitenhaushalte in Deutschland und daher nicht nur Primacom-Kunden." Er verweist darauf, dass der Kabelnetzbetreiber zudem neben den bisher schon in HD-Qualität angebotenen öffentlich-rechtlichen Sendern nun sieben weitere Sender hochauflösend kostenfrei einspeist. Er ist einer der Betreiber, der dies für seine Kunden ohne Zusatzkosten im digitalen Basisangebot anbietet. Insgesamt stehen nun 16 öffentlich-rechtliche HD-Sender zur Verfügung. In einem eigenen TV-Zentrum kann binnen Sekunden festgestellt werden, ob Störungen vorliegen. Dies war nach Angaben von Primacom nicht der Fall. "Es gab und gibt keine Empfangsprobleme," so Chojnacki.
Im Kabel, also auch bei Primacom und Anbietern wie Telecolumbus oder S+K sind zudem die Sender weiter auch analog zu empfangen. Dies unterscheidet die Kabelnetzbetreiber von den Haushalten, die Satellitenempfang haben.