Auf den Flächen, die unbekannte Täter in einer nächtlichen Aktion mit Unkrautvernichtungsmittel besprüht hatten, wächst langsam wieder neues Gras. Platzwart Gerold Seemann hatte unmittelbar nach dem Anschlag damit begonnen, die betroffenen Flächen tiefgründig aufzulockern. Er säte dann Spezialsamen aus und bewässerte die ausgebesserten Stellen. Sein Einsatz trägt augenscheinlich Früchte. Die vormals gelben Flecken werden wieder grün. Bis Saisonbeginn am 25. August wird der Platz geschont. Die Fußballer von Lüttchendorf, die in der Landesklasse, Staffel 4, spielen, weichen derweil auf ihren alten Platz aus.
Auf dem nebenan liegenden Kunstrasenplatz des Vereins, der auch mit Parolen gegen die Leipziger Regionalliga-Vertretung beschmiert wurde, ist der Schaden weitaus größer. Hier müssen Teile des Platzes lagenweise ausgetauscht werden. Auch die Schmierereien an Zuschauertribünen, Trainerbänken und Anzeigetafeln sind noch nicht restlos beseitigt. Der Verein, der Pächter des Geländes ist, hat sich unterdessen an die Sepp-Herberger-Stiftung des Deutschen Fußballbundes gewandt und um finanzielle Unterstützung gebeten. Nach Einschätzung der Verantwortlichen des Vereins wird eine fünfstellige Summe benötigt, um alle Schäden zu beseitigen.
Die Polizei hat bisher noch keine heiße Spur von den Tätern. Die Ermittlungen seien noch im Gange, hieß es.