Der mit modernster Medizintechnik ausgestattete Neubau war noch nicht lange in Betrieb, als das Wasser kam: Vor zehn Jahren versank das Bitterfelder Kreiskrankenhaus in den Fluten der Mulde und des Tagebausees Goitzsche. Sachschaden: 33 Millionen Euro. Mit der Klinik soff ein ganzes Wohngebiet ab. Unsere Fotomontage zeigt einen Blick aus der Vogelperspektive damals und heute.
In einer Serie beschäftigt sich die Mitteldeutsche Zeitung vom kommenden Montag an bis zum kommenden Sonnabend mit dem Jahrhunderthochwasser an Elbe und Mulde im August 2002. Wir sprechen mit Flut-Opfern und Helfern von damals. Wir fragen, was aus ihnen geworden ist und wie es seit der Katastrophe um den Hochwasserschutz in Sachsen-Anhalt bestellt ist. Was hat sich verbessert, wo bleibt noch etwas zu tun?
Das Bitterfelder Kreiskrankenhaus übrigens war noch rechtzeitig evakuiert worden, bevor die Wassermassen es einschlossen. Mehr als ein Jahr lang mussten Patienten, Ärzte und Schwestern im benachbarten Wolfen mit Provisorien zurechtkommen, ehe sie in das frisch sanierte Gebäude in Bitterfeld zurückziehen konnten.