Wie Geier am Rande der Stadtratssitzung am Mittwoch sagte, habe sich die Finanzlage der Stadt etwas entspannt, weil im ersten Halbjahr weniger Sozialleistungen an bedürftige Menschen gezahlt werden mussten. Darüber hinaus hätten sich die Steuereinnahmen aufgrund der guten Konjunkturlage erhöht. Entscheidender seien jedoch gestiegene Transferleistungen vom Land gewesen. "Es gab wensentlich höhere Zuweisungen", sagte Geier.
Der neue Haushaltsentwurf geht jetzt in die Ausschüsse des Stadtrats. Frühestens Ende Juli kann das Parlament über das Zahlenwerk abstimmen. Der neue Entwurf war notwendig geworden, nachdem das Landesveraltungsamt den ersten Haushaltsplan mit dem höheren Defizit beanstandet hatte.
Unterdessen hat der Stadtrat seine Entscheidung über den Einsatz eines externen Spar-Beraters vertagt. Der Experte soll nach Absprache zwischen Rathaus und Landesverwaltung der Stadt bei der Haushaltssanierung helfen. Halle plagt ein Altdefizit in Höhe von mehr als 200 Millionen Euro.