Eine 22-Jährige hatte in der Nacht zum Dienstag die Polizei alarmiert, als ein Mann versuchte, über eine gekippte Balkontür in ihre Wohnung zu gelangen. (SYMBOLFOTO: DPA)
Die Polizei in Halle hat am Dienstag einen 33-Jährigen festgenommen, der im dringenden Verdacht steht, bei einem Wohnungseinbruch einen 71 Jahre alten Rentner in dessen Wohnung brutal misshandelt und schwer verletzt zu haben. Gegen den Verdächtigen, der laut Polizei ohne festen Wohnsitz ist, wurde am Montagabend Haftbefehl erlassen. Ihm werden weitere Straftaten, die immer nach dem selben Muster abgelaufen sind, vorgeworfen.
Gefasst wurde der 33-Jährige in der Nacht zum Dienstag kurz nach 0.30 Uhr. Er hatte laut Polizeisprecher Alexander Junghans versucht, in der Rannischen Straße über ein Schuppendach und durch eine angekippte Balkontür in die Wohnung einer 22 Jahre alten Hallenserin zu gelangen. Die junge Frau bemerkte den Einbruch, worauf der Verdächtige die Flucht ergriff. Allerdings wurde er von Zeugen verfolgt und festgehalten. Wenig später klickten die Handschellen.
Während der Vernehmung stellten die Beamten fest, dass der Mann identisch mit jenem Verdächtigen ist, der bereits seit gut einer Woche öffentlich mit dem Foto einer Bank-Überwachungskamera gesucht wurde. Grund für die Fahndung unter anderem in der MZ war ebenfalls ein Einbruch. Bei der Tat am 9. Juni soll der nun festgenommene Mann einen 71-Jährigen in dessen Wohnung erst mit einem Besenstil, dann mit den Fäusten brutal misshandelt und dabei schwer verletzt haben. Bei dem Raubzug wurde dem Rentner die EC-Karte gestohlen und von ihm die Geheimnummer erpresst.
Ermittelt wird gegen den 33-Jährigen laut Polizei nun wegen insgesamt vier Raubstraftaten innerhalb eines Monats. Dabei soll er sich immer über geöffnete Fenster Zutritt zu den Wohnungen verschafft und gewalttätig Geld, EC-Karten und Geheimnummern erpresst haben.