Die Burgstraße wird am Samstag für einen Monat zwischen der Seebener Straße und der Großen Brunnenstraße wegen Bauarbeiten voll gesperrt. (FOTO: SILVIO KISON)
Autofahrer werden laut Stadtverwaltung in Richtung Zentrum weiträumig unter anderem über die Kröllwitzer Straße und das Reileck umgeleitet. In der Gegenrichtung wird der Verkehr auf ungewöhnliche Weise über das Riveufer geführt. Dort gilt dann eine Einbahnstraßenregelung. Straßenbahnen können den ohnehin als Nadelöhr bekannten Bereich zwischen der Seebener und der Großen Brunnenstraße ebenfalls nicht passieren. Ein Schienenersatzverkehr mit Bussen wird dafür eingerichtet. Für Fußgänger soll es kaum Behinderungen im Baustellenbereich geben.
Arbeiten in zwei Abschnitten
Saniert werden die Gleisanlagen und die Fahrbahnen. Hinzu kommen Arbeiten an Leitungen der EVH und der Telekom sowie an Wasser- und Abwasserkanälen. Gebaut wird den Angaben zufolge in zwei Abschnitten. Auf diese Weise soll Anwohnern und Gewerbetreibenden die Erreichbarkeit ihrer Grundstücke ermöglicht werden. Laut Tiefbauamt werden dringend erforderliche Lieferungen, etwa für Gastronomen, in Abstimmung mit dem Bauunternehmen weitestgehend ermöglicht. Der Startschuss für das Projekt fällt am Samstag zwischen der Fichtestraße sowie dem Bereich Seebener und Fährstraße.
Zwei Schichten bis 22 Uhr
Zweischichtig bis 22 Uhr soll in den kommenden vier Wochen wegen der knapp kalkulierten Zeit gebaut werden. Soll heißen: Mit Beginn der frühen Morgenstunden bis zum späten Abend werden die Arbeiten in der Burgstraße im Gange sein. Sollten aber diese zwei Schichten nicht reichen, um die gesteckten Ziele zu erreichen, müssen Anwohner damit rechnen, dass auch nach 22 Uhr Betrieb auf der Baustelle herrscht. Allerdings, so ließ die Stadtverwaltung verlauten, sollen dann weniger lärmintensive Arbeiten ausgeführt werden.
Der viel befahrene Bereich Burgstraße / Seebener Straße gilt seit Jahren als einer schwierigsten Verkehrsknotenpunkte in Halle. Die Wege von Fußgängern, Radfahrern, Autos und Straßenbahnen kreuzen sich dort auf engstem Raum. Nicht zuletzt werden vor allem Auswärtige oft durch die nicht einfache Ampelregelung verwirrt. Ein Umbau dieses Bereichs gilt wegen der Auswirkungen auf den Verkehr in weiten Teilen der Stadt als extrem schwierig und komplex.