Halle: Gartenträume am Galgenberg

27.04.2012 20:33 Uhr | Aktualisiert 27.04.2012 20:43 Uhr
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Stadtgärtnerei und Schulgarten

Benachbart: Stadtgärtnerei und Schulgarten am Galgenberg (FOTO: LUTZ WINKLER)

Von Felix Knothe
Eine hallesche Firma möchte das Gelände der Stadtgärtnerei und des Schulgartens übernehmen.
Halle (Saale)/MZ. 

Seit Mittwoch ist es amtlich. Mit dem Haushaltsbeschluss wurden auch die Stadtgärtnerei und der Schulgarten am Galgenberg abgewickelt. Nun sucht die Stadt für das Gelände der beiden benachbarten Einrichtungen einen Nachnutzer. Dabei gibt es bereits einen Interessenten - die hallesche Firma Grüngeist.

"Wir haben seit einem Jahr Interesse an dem Gelände signalisiert, nun tut sich etwas bei der Stadt", sagt der Garten- und Landschaftsarchitekt Wolfgang Aldag. Gemeinsam mit Andreas Guthe führt er die Firma, die für Privatkunden Gärten baut. "Natürlich würden wir die Gewächshäuser und Flächen wirtschaftlich nutzen", sagt Guthe. Doch der Hauptfokus liegt auf einer Gartenakademie. Aldag: "Das ist unser Arbeitstitel. Wir suchen noch nach etwas Frischerem, denn wir wollen vor allem jüngere Menschen für Gartenkultur begeistern." Mit Vorträgen, Seminaren und Workshops wollen Aldag und Guthe das nötige Know-how und die Liebe zum Garten vermitteln. Ein gemütlicher Verkaufsshop soll das Ganze abrunden.

Auch neue Trends wie urbaner Gartenbau werden eine Rolle spielen. "Das ist ein großes Zukunftsthema, da wollen wir auch in Halle Flächen anbieten", sagt Guthe. Hallenser könnten dann auf dem Gelände sogenannte Bürgerbeete pachten oder mieten. Guthe und Aldag können sich zudem gut vorstellen, das Schulgartengelände auch in Zukunft halleschen Schulen zur Verfügung zu stellen.

Grüngeist ist schon heute kein unbekannter Name in Halle. Guthe und Aldag steckten im letzten Jahr auch hinter dem Rasen am Händeldenkmal und am Riebeckplatz. Doch bevor die Gartenakademie kommt, stehen Verhandlungen mit der Stadt an. Wirtschaftsdezernent Wolfram Neumann sagte am Freitag zur MZ: "Wir haben ein Interesse daran, dass jemand das Gelände nutzt, vorzugsweise gärtnerisch." Den Verhandlungen vorgreifen will er aber nicht. "Da müssen wir jetzt sehen, wie die Gespräche laufen, auch mit möglichen anderen Interessenten. Spätestens im September möchte ich den Gremien aber einen Vorschlag machen."