Festival-Chef Birnbaum (l.) mit Grafiker Brömme vor dem Logo. (FOTO: MEINICKE)
Das Ringen im Hause Händel um eine zeitgemäße Händel-Präsentation geht weiter. Derzeit wird fieberhaft an einem neuen Internet-Auftritt gebastelt. Und die Plakatmotive und Werbeslogans für die Festspiele 2013 und 2014 sind sogar schon fertig: "Gut gehändelt" und "Händel verzaubert" sollen sie lauten - was zur Abwechslung mal nicht nach Musikgeschichtsbibliothek klingen würde. In diesem Zusammenhang steht auch ein neues Logo - eine "Wortbildmarke" - für die Händelfestspiele, die am Montag bei Händels auf dem Hof präsentiert wurde. Geschaffen hat sie zusammen mit besagten Plakatideen der Zappendorfer Grafiker Till Brömme, der mit seinem Konzept bei einem kleinen Gestaltungswettbewerb Einsender aus ganz Deutschland hinter sich ließ. Das Logo zeigt die Mondsichelform aus Halles Stadtlogo (oft auch als Salzpfanne interpretiert), die Brömme um 90 Grad nach oben gekippt und mit einem Stück Gesichtsprofil Händels ergänzt hat. Dass Händels "kosmopolitischer Genius in ungebremster Strahlkraft durch die Jahrhunderte und Kulturräume wirke", sei für ihn der Grund für seine "kosmisch dimensionierte Formenwahl" gewesen, sagt der Grafiker.
Das Logo füllt eine Lücke, nachdem bisher die Post in Sachen Festspiele auch unter dem stilisierten Händelhaus-H des Musikmuseums mit verschickt werden musste. Doch seien die Festspiele eine "Premiummarke", meint Händelhaus-Stiftungssprecherin Anja Telzer. Und die bedürfe dringend einer eigenen Optik. Das nun gefundene Logo sei auch ein "Signal nach draußen", sagt Clemens Birnbaum, der Händelhaus-Chef und Festspielintendant in Personalunion ist. Es zeige "eine neue Form der Emotionalität für die Festspiele". Es sei um ein neues, frisches, zielgruppengerechtes Motiv gegangen, das aber zugleich die Einzigartigkeit der Festspiele wahren sollte, ergänzt Anja Telzer - und erläutert: "Wir wollten weg von den gewohnten Porträtbildern Händels - und auch sonst keine der üblichen Festspiel-Metaphern strapazieren". Deshalb, so die Sprecherin, "hat uns Till Brömmes Lösung rundum begeistert".