Halle: Kühler Rechner gibt sich kämpferisch

06.05.2012 20:35 Uhr | Aktualisiert 06.05.2012 22:15 Uhr
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Bernhard Bönisch

Bernhard Bönisch (FOTO: MZ)

Von jan möbius
Bernhard Bönisch startet in den Wahlkampf. Der CDU-Kandidat für den Posten des Oberbürgermeisters erwartet acht harte Wochen.
Halle (Saale)/MZ. 

So sieht man Bernhard Bönisch sonst eher selten: Mit geballter Faust und entschlossener Mine verkündete der 58-Jährige am Samstag den Auftakt seiner heißen Wahlkampfphase. Acht Wochen vor dem Urnengang, mit dem die Hallenser einen neuen Oberbürgermeister wählen, blickt Bönisch auf eine ganze Schar von Unterstützern.

Der prominenteste unter ihnen war am Samstag wohl Parteifreund Reiner Haseloff. Der betonte aber zugleich, dass er nicht etwa als Sachsen-Anhalts Ministerpräsident sondern vielmehr als stellvertretender CDU-Landesvorsitzender in das "PalaisS" in der Ankerstraße gekommen war. Sowohl Bönisch als auch Haseloff vermieden es tunlichst, sich die anderen sechs Kandidaten für den OB-Posten im Detail vorzuknöpfen. Bönisch, der eigentlich als kühler Rechner gilt, zeigte sich am Samstag jedoch betont kämpferisch.

Inhaltlich wollte Bönisch zum Auftakt seines Wahlkampfes nicht in die Tiefe gehen. Er verwies auf seine Internetseite, auf der seine Programminhalte zu finden seien. Dort fasst der Landtagsabgeordnete, der in Halle geboren wurde und in der Saalestadt Mathematik studierte, zehn Punkte zusammen, die sich unter anderem mit den Themen Wirtschaft, Wissenschaft, Sicherheit, Sport und Kultur befassen.

Aber auch die Zukunft Halles spielt auf der am Samstag freigeschalteten Seite eine zentrale Rolle.

Bönisch stellt in seinem Wahlkampf seine enge Beziehung zu Halle in den Vordergrund. "Ich kenne meine Stadt. Mit unserem Halle soll es wieder aufwärtsgehen. Deshalb trete ich zur Wahl an", sagte er. Unabhängig vom Wahlkampf sei Bönisch Mitglied in 20 Vereinen und besuche so viele Veranstaltungen, um den Kontakt zu den Hallensern zu pflegen. "Ich bin ein Teamplayer. Und zu meinem Team gehören die Einwohner meiner Heimatstadt dazu", so Bönisch, der mit acht harten Wahlkampfwochen rechnet.

Zu guter letzt konnte sich aber Bernhard Bönisch einen Seitenhieb nicht verkneifen: "Zwölf Jahre sozialdemokratische Oberbürgermeister sind mehr als genug für diese Stadt."