Ingo Danzer baut an der Kneippanlage. (FOTO: THOMAS MEINICKE)
Die Männer verwenden dafür Natursteine und legen nun noch eine Treppe an, die ins Gewässer führt, damit die Krosigker und ihre Gäste kneippen können. Mitten im Grünen führen dann die Wanderwege zur Wassermühle, zum Radwanderweg, der von Wallwitz nach Krosigk kommt, zurück in den Ort und schließlich, wenn man will, auch zur Bockwindmühle auf dem Mühlberg oberhalb von Krosigk.
Ortsbürgermeister Joachim Küster (parteilos) sagt: "Wir sind froh, die Gemeinde- und vier Bürgerarbeiter in Krosigk zu haben, deren Einsatz so koordiniert wird, dass für den Ort der größtmögliche Nutzen erwirtschaftet werden kann. Und wir jammern nicht, kein Geld zu haben, sondern wir versuchen zu machen, was möglich ist. Und da helfen viele mit." Die Natursteine an der Kneippanlage zum Beispiel stammen von einem Abriss im Ort. Lediglich etwas Beton musste zugekauft werden für die Treppen. Technik für die Säuberung der Wege vom Unkraut hat Krosigk in seinem Bauhof stehen.
Als Teil eines Naherholungsgebietes am Petersberg will Krosigk noch mehr mit seinen Pfunden wuchern. Solche Pfunde sind nicht nur die beiden überaus beliebten Mühlen (Führungen am Montag). Auch die Burg, ein Spielplatz, Parkplätze für motorisierte Besucher und der Reiterhof vom Landgut sind für Tagesgäste interessant.
Der Mühlteich und ein Teich an der alten Burganlage sind nicht die einzigen Gewässer in Krosigk. Im Garten des Gemeindehauses, der einst zur früheren Schule gehörte, verschlammte über lange Zeit ein Seerosenteich, der diesen Namen schon nicht mehr verdient hatte. Heinz und Brigitte Heimann hat das geärgert. "Das ist ein so schöner Platz", sagt der Senior, "und das Wasser war schmutzig und hat gestunken." Das Ehepaar krempelte einfach die Ärmel hoch und fing an sauber zu machen. Inzwischen wachsen hier wieder Seerosen.