Halle/Saalekreis: Lösung nach elf Jahren?

23.05.2012 19:59 Uhr | Aktualisiert 23.05.2012 20:45 Uhr
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Von kornelia privenau
Nach sage und schreibe elf Jahren scheint sich in puncto mehr Sicherheit auf dem Bahnübergang an der Landstraße 145 in Teicha (Gemeinde Petersberg) eine Lösung anzubahnen.
teicha/MZ. 

Wie eine Sprecherin der Deutschen Bahn jetzt auf MZ-Anfrage mitteilt, wolle man nach einem Vor-Ort-Termin in Teicha "Leitplanken und Abzäunungen punktuell aufbauen beziehungsweise verlängern". Einen Zeitraum für diese Arbeiten nannte die Sprecherin nicht.

Der Teichaer Rudi Elze, der das Ganze ins Rollen gebracht hatte, wäre nach eigenen Worten glücklich, wenn hier endlich etwas passieren würde, um den Bahnübergang sicherer zu machen. Und nicht nur er, auch die Anwohner würden aufatmen. Er erläutert das Problem: "Der Fußweg auf der Westseite ist ungenügend gesichert. Die Schranke, die den Fußweg absperren soll, steht so ungünstig, dass man die Schienen auch bei geschlossenen Halbschranken mühelos betreten kann", so Rudi Elze weiter. Nach einem tödlichen Unfall habe es schon einmal einen Termin an Ort und Stelle gegeben, in der Hoffnung, es werde Abhilfe geschaffen. Getan habe sich aber damals nichts.

Das sollte eine lange Zeit so bleiben, wie gesagt ganze elf Jahre. Rudi Elze wollte aber nicht locker lassen. "Hier geht es doch um die Sicherheit aller, der Kinder und der Erwachsenen, es muss sich etwas tun", sagte der Senior. Man habe die Situation prüfen lassen, hieß es im März 2012 von Seiten der Bahn. Und: "Die Sicherungsanlage am Bahnübergang wurde nach geltenden Regeln der Technik gebaut." Trotzdem hatte sich die Deutsche Bahn entschlossen, Ende April eine sogenannte Sonderverkehrsschau am Bahnübergang Teicha zu unternehmen. Auf Anfrage der MZ wurde nach dieser Überprüfung erneut mitgeteilt: "Der Bahnübergang befindet sich in einem Zustand, wie es die anerkannten Regeln der Technik erfordern. Unabhängig davon wurde der Termin genutzt, um das Verhalten der Verkehrsteilnehmer an dem Bahnübergang zu überprüfen."

Das Unternehmen sei nun nach diesem Termin in der "Feinabstimmung zu geringfügigen, meist mechanischen Anpassungen an der gesamten Anlage". Erst auf neuerliche Nachfrage wurden diese geplanten Maßnahmen von der Bahn näher erläutert. Es handele sich dabei um den Aufbau von Abzäunungen und die Verlängerung von vorhandenen Leitplanken.

Rudi Elze hofft nun wie viele Einwohner von Teicha, die diesen Bahnübergang benutzen, dass es nicht noch weitere Jahre dauern werde, bis der Bahnübergang an der Landstraße 145 von Teicha sicherer gemacht wird.