Halle: Stadt nimmt sich die Schulen vor

06.05.2012 20:55 Uhr | Aktualisiert 06.05.2012 22:09 Uhr
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Geldscheine

Euro-Geldscheine liegen auf einem Haufen. (FOTO: ARCHIV)

In Halle sollen in diesem Jahr 9,1 Millionen Euro in die Sanierung von insgesamt 15 Schulen fließen. So sieht es der frisch beschlossene Haushalt vor. Jetzt will die Stadt für den Ausbau weiterer Bildungseinrichtungen sogar noch ein paar Millionen Euro drauflegen.
Halle (Saale)/MZ/MIT. 

In Halle sollen in diesem Jahr 9,1 Millionen Euro in die Sanierung von insgesamt 15 Schulen fließen. So sieht es der frisch beschlossene Haushalt vor. Jetzt will die Stadt für den Ausbau weiterer Bildungseinrichtungen sogar noch ein paar Millionen Euro drauflegen: Für die Auen-Grundschule, die Kindertagesstätte in der Schimmelstraße sowie den Kita-Komplex in der Albert-Schweitzer-Straße sollen Fördermittel aus dem "Stark III"-Programm des Landes beantragt werden.

An den genannten Objekten gibt es einiges zu tun: So sind zwei Etagen der dreistöckigen Auenschule (Theodor-Neubauer-Straße, südliches Stadtzentrum) wegen Brandschutzmängeln gesperrt. Sanierungsbedarf gibt es zudem wegen Schimmels in der Turnhalle und wegen eines schlechten Bauzustandes des Gebäudes. Die derzeit leerstehende Kita Schimmelstraße in der Innenstadt soll wegen des wachsenden Bedarfs an Betreuungsplätzen wieder hergerichtet und in Betrieb genommen werden. Schließlich ergibt sich laut Rathaus im Kita-Komplex Albert-Schweitzer-Straße (Paulusviertel) Handlungsbedarf wegen veralteter Sanitärtechnik und Wasser- / Abwasserleitungen. In die Jahre gekommen seien an dem Haus, in dem die Tagesstätten "Traumland" und "Sausewind" untergebracht sind, auch Dach, Fenster und Fassade.

Am Dienstag befasst sich der Bildungsausschuss mit den geplanten Fördermittelanträgen. Wie hoch die Sanierungskosten für die genannten Objekte sind, steht noch nicht fest. "An den Förderanträgen wird noch gearbeitet", sagte Norbert Böhnke, Referent im Bildungsdezernat. Deshalb ist auch noch offen, was die Stadt an Eigenmitteln aufbringen muss. Die Förderquote beträgt 70 Prozent.. "Die Finanzierung der Eigenmittel erfolgt über zinslose Darlehen der Investitionsbank Sachsen-Anhalt."

Aber nicht nur die Stadt bemüht sich um ein Stück vom Förderkuchen, sondern auch freie Träger. Laut Böhnke will das Kinder- und Jugendhaus Züricher Straße Mittel beantragen. Gleiches gilt für die "Saaleschule", eine freie integrierte Gesamtschule: "Wir arbeiten mit Hochdruck an dem Förderantrag für einen Ersatzneubau", sagte Vorstandsmitglied Frank Paulat. Der etwa vier Millionen Euro teure Neubau soll in der Trothaer Hans-Dittmar-Straße errichtet werden.