Halle: Wie geht es weiter mit dem Peißnitzexpress?

17.06.2012 18:41 Uhr | Aktualisiert 17.06.2012 22:15 Uhr
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Peißnitzexpress

Der Peißnitzexpress (FOTO: WINKLER)

Die Freizeiteisenbahner des halleschen Peißnitzexpress' wünschen sich vor allem aus der Stadtverwaltung endlich ein klares Bekenntnis zur Zukunft der Parkeisenbahn.
Halle (Saale)/MZ/jam. 

Sie wollen kein Schulterklopfen und sie wollen keine lauwarmen Worte. Die Freizeiteisenbahner des halleschen Peißnitzexpress' wünschen sich vor allem aus der Stadtverwaltung endlich ein klares Bekenntnis zur Zukunft der Parkeisenbahn. Für dieses Jahr scheinen die Rundfahrten zwar gesichert. Aber sowohl das Rathaus als Eigentümer des Peißnitzexpress' als auch die Havag als Betreiber könnten den Vertrag über den Betrieb der Bahn noch bis zum 1. Juli kündigen. Bei dem Tauziehen geht es seit Ende 2011 um Zuschüsse in Höhe von rund 80 000 Euro, die von der Stadt an die Havag gezahlt werden. Wegen des Spardrucks angesichts der katastrophalen Haushaltslage stehen diese freiwilligen Zahlungen aus dem Rathaus auf der Kippe.

Rückendeckung bekommt der Peißnitzexpress-Förderverein bei seinen Bemühungen um die Rettung der Parkeisenbahn, die am Sonntag 52. Geburtstag feierte, vor allem von den Hallensern selbst. Tausende Unterschriften sind in den vergangenen Wochen gesammelt worden. Ein Bürgerantrag sollte schließlich den langfristigen Bestand der Kleinbahn sichern. Doch das Rechtsamt der Stadt winkte ab. Begründung: Auf den Listen hätten die Geburtsdaten gefehlt. Ein Formfehler also? Offenbar. Denn Halles Oberbürgermeisterin Dagmar Szabados (SPD) erklärte noch vor der nächsten Stadtratssitzung am 27. Juni den Antrag für ungültig. Doch das müsste sie letztlich den Räten überlassen. Die Entscheidung über einen Bürgerantrag fällt nämlich laut Gemeindeordnung des Landes Sachsen-Anhalt nicht in die Zuständigkeit des Rathauses. Der Stadtrat muss sich direkt mit diesem Thema befassen.