Halle: Zwölfjähriger schießt 16-Jährigen mit Luftgewehr an

12.08.2012 12:37 Uhr | Aktualisiert 12.08.2012 16:44 Uhr
In Halle ist ein Jugendlicher von einem Zwölfjährigen mit einem Luftgewehr beschossen worden. (SYMBOLFOTO: DPA) 
Von JAN MÖBIUS
In Halle ist am Freitagabend ein 16-Jähriger von einem zwölf Jahre alten Jungen mit einem Luftgewehr angeschossen und leicht verletzt worden. Nach Angaben der Polizei gehörte das Luftgewehr dem Vater des Schützen.
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Halle (Saale)/MZ. 

In Halle ist am Freitagabend ein 16-Jähriger von einem zwölf Jahre alten Jungen mit einem Luftgewehr angeschossen und leicht verletzt worden. Die Wunde an der Schulter des Jugendlichen musste in einem Krankenhaus behandelt werden, wie die Polizei erst gestern mitteilte. Der 16-Jährige konnte die Klinik danach aber wieder verlassen. Nun ermittelt die Polizei nach Angaben von Sprecherin Ulrike Diener wegen gefährlicher Körperverletzung und Verstoßes gegen das Waffengesetz.

Den Angaben zufolge gehörte das Luftgewehr dem Vater des zwölfjährigen Schützen. Der Junge hatte die Waffe im Keller des Wohnhauses der Familie in der Dessauer Straße gefunden. Als es dort auf dem Hof des Grundstücks gegen 19.30 Uhr zum Streit zwischen ihm und dem 16-Jährigen kam, drohte der Junge an, auf seinen Kontrahenten zu schießen. Wenige Augenblicke später drückte er ab und traf den Jugendlichen an der Schulter.

Der Zwölfjährige selbst hat für die Tat jedoch keine rechtlichen Konsequenzen zu befürchten. In Deutschland sind Mädchen und Jungen erst ab 14 Jahren strafmündig. Hingegen muss die Polizei prüfen, ob sein Vater das Luftgewehr überhaupt besitzen durfte. Denn derartige Waffen unterliegen dem Waffengesetz. Kauf und Besitz müssen behördlich genehmigt sein.