Harz: Brockengarten zeigt seltene Hochgebirgspflanzen

11.05.2012 08:06 Uhr | Aktualisiert 11.05.2012 08:10 Uhr
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Brockengarten

Die Frühjahrs-Instandsetzungsarbeiten im Brockengarten haben begonnen.Ab dem 14. Mai werden wieder Führungen durch den Brockengarten angeboten. (FOTO: DPA)

Von Romina Kempt
Im botanischen Garten auf dem Brocken wachsen Hochgebirgspflanzen von 1800 Arten; darunter das weltweit einzigartige Brockenhabichtskraut. Ab 14. Mai gibt es wieder Führungen.
Schierke/dpa. 

Ranger bieten ab Montag (14. Mai) wieder Führungen durch den Brockengarten im Harz an. Auf dem 1141 Meter hohen Berg können Besucher eine seltene Pflanzenwelt sehen. Zu einem dieser raren Frühjahrsboten zähle die deutschlandweit einzigartige Brockenanemone, sagte Brockengärtner Gunter Karste. «Eine andere besondere Pflanze ist das gelb blühende Brockenhabichtskraut.» Das kleine Gewächs komme weltweit nur einmal vor - auf dem Areal im Harz. Insgesamt umfasst der 1890 zu Lehr- und Forschungszwecken angelegte Hochgebirgsgarten rund 1800 Pflanzenarten aus aller Welt - darunter aus dem Himalaya, den Rocky Mountains und den Alpen.

Der botanische Garten auf der waldfreien Kuppe des Brockens ist jedes Jahr von Mitte Mai bis Mitte Oktober für Gäste geöffnet. Ein Experte führt die Besucher zweimal täglich durch das rund 1000 Quadratmeter große Schauareal. Zurzeit lägen noch letzte Schneereste auf dem Gipfel, sagte Karste. Viele Gewächse stünden dennoch bereits in voller Blüte. Insgesamt umfasst das Gelände samt Forschungsgebiet 4600 Quadratmeter. Zu einer der Hauptaufgaben gehört der Schutz seltener oder vom Aussterben bedrohter Pflanzenarten.

Im Vorjahr sahen sich Karste zufolge rund 8500 Besucher den Schau- und Versuchsgarten an; im Jahr 2010 etwa 8200. Der ab den 1960er Jahren zum militärischen Sperrgebiet erklärte Garten wurde ab 1990 gemeinsam von Mitarbeitern der Botanischen Gärten der Universitäten Halle und Göttingen und der Nationalparkverwaltung im Harz wieder aufgebaut.