Harz: Sterben die Bauern bald aus?

24.06.2012 18:51 Uhr | Aktualisiert 24.06.2012 22:21 Uhr
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15. Landwirtschaftsfest

Zum 15. Landwirtschaftsfest gab es natürlich auch eine Technikausstellung für die vielen kleinen und großen Besucher. (FOTO: MZ)

Von holger hadinga
Nicht nur die Bauern kamen beim 15. Harzer Landwirtschaftsfest auf dem riesigen Gelände des Reitclubs in Reinstedt voll auf ihre Kosten. Denn es hatte mit seinem breit gefächerten Angebot wahrlich einen Familiencharakter. Doch es wird dringend Nachwuchs für den Beruf gesucht.
reinstedt/MZ. 

Nicht nur die Bauern kamen beim 15. Harzer Landwirtschaftsfest auf dem riesigen Gelände des Reitclubs in Reinstedt voll auf ihre Kosten. Denn es hatte mit seinem breit gefächerten Angebot wahrlich einen Familiencharakter. Etliche Stände mit Kleidung, Uhren, Schmuck, Spielzeug, Pflanzen oder Töpfereiprodukten wurden umlagert. Außerdem ließ das Angebot an Speisen und Getränken keine Wünsche offen. Auf einer Bühne gab es ein Unterhaltungsprogramm und die Kinder konnten ihre Zielsicherheit beim Zapfenwerfen in eine Kiste unter Beweis stellen.

Organisiert wurde die Veranstaltung von den Bauernverbänden der Region und seinen Partnern, beispielsweise dem Landkreis Harz. "Die Vorbereitungen zum Landwirtschaftsfest haben bereits im Februar begonnen. Wie immer wurde hier ein würdiger Rahmen geschaffen", sagte Jürgen Zywitzki, Geschäftsführer des Bauernverbandes Nordharz mit Sitz in Halberstadt.

Der freute sich über regen Besuch von Kreistags- und Landtagsabgeordneten sowie von Klaus Wycisk (CDU), Bürgermeister der Stadt Falkenstein / Harz, zu der Reinstedt gehört. "Das Harzer Landwirtschaftsfest ist zu einem Schaufenster für Falkenstein und Reinstedt geworden. Es steigert den Bekanntheitsgrad, ist aber von Seiten der Organisation immer wieder eine große Herausforderung", schätze Wycisk ein. Weiter beschrieb er den Charakter der Veranstaltung: "Man kann Kontakte knüpfen und sich gut unterhalten."

Die Ehrengäste erkundigten sich bei ihren Rundgang unter anderem am Stand des Landesbauernverbandes, an dem das Logo "Grüne Berufe haben Zukunft" zu lesen war. Hier wurde über das enorme Problem aufmerksam gemacht, Nachwuchs für den Beruf zu finden. Aus diesem Grund hatte gegenüber die Agentur für Arbeit einen Informationsstand aufgebaut. Händeringend gesucht werden vor allem Landwirte, Tierwirte und Fachkräfte für Agrarservice. Es lagen reichlich Broschüren mit Betrieben aus, welche diese Mitarbeiten suchen beziehungsweise ausbilden.