Helios-Klinik: Mit dem Laptop zur Visite

11.07.2012 19:39 Uhr | Aktualisiert 11.07.2012 20:11 Uhr
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Ärzte Gerd-Wilm Schute und  Yvonne Kassik

Oberarzt Gerd-Wilm Schute und Oberärztin Yvonne Kassik zur Visite bei Rosel Dressel. (FOTO: JÜRGEN LUKASCHEK)

Von Daniela Kainz
Zur Visite am Krankenbett der Patienten gehört neuerdings ein Laptop. Er ist Ausstattungbestandteil der Visitenwagen im Eisleber Krankenhaus.
Eisleben/MZ. 

Rosel Dressel quält ein Leberabszess. In der Helios-Klinik in Eisleben wird sie wegen ihrer Beschwerden behandelt. Zur Visite am Mittwoch erklärte ihr Dr. Gerd-Wilm Schute, Oberarzt in der Klinik für Innere Medizin, die weitere Vorgehensweise der Mediziner. Zur Visite am Krankenbett der Patientin aus Hergisdorf brachte er einen Laptop mit. Die moderne Technik gehört neuerdings zur Ausstattung der Visitenwagen im Eisleber Krankenhaus.

Die Ärzte haben mit der technischen Aufrüstung direkten Zugang auf Befunde beispielsweise vom Röntgen, aus dem Labor oder Archiv. "Ich kann die digitalen Röntgenbilder jetzt unmittelbar am Bett mit dem Patienten besprechen", sagt Oberarzt Schute. Dass die Patienten die Untersuchungsergebnisse mit einsehen können, hat für ihn einen großen Vorteil.

Die Fälle lassen sich ihm zufolge anschaulicher darstellen. Man könne dem Patienten zeigen, wo sein Problem liege und wie es behandelt werden soll. Dies habe den Nebeneffekt, dass sich die Patienten wesentlich entspannter in eine Untersuchung oder Operation begeben, wenn sie wissen, worum es im Detail geht.

Die mobile Technik spart auch viel Zeit, wie der Mediziner hervorhebt. Nachdem die aktuellen Befunde am Laptop abgerufen worden sind, können sofort weitere erforderliche Untersuchungen oder Eingriffe veranlasst werden. Die Zeitpläne seien dabei einsehbar, Überschneidungen in den Terminen und Doppeluntersuchungen ließen sich auf diese Weise gut vermeiden, so Schute.

Bevor der Laptop auf dem Visitenwagen Einzug hielt, war das alles noch umständlicher. Der Arzt musste die Visite unterbrechen und "zu einem Computer auf der Station gehen, um ausstehende Befunde einzusehen". Untersuchungen, die während der Visite angeordnet wurden, notierte die Schwester und gab sie anschließend in den Computer ein. Das gehört nun der Vergangenheit an.