Kandidatur: Bergner geht mit Kritikern hart ins Gericht

17.06.2012 19:49 Uhr | Aktualisiert 18.06.2012 22:02 Uhr
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Christoph Bergner

Christoph Bergner ist parlamentarischer Staatssekretär im Bundesinnenministerium. (FOTO: THOMAS MEINICKE)

Von Markus Decker
Der Beauftragte der Bundesregierung für die neuen Länder, Christoph Bergner (CDU), hat seinen Kritikern im Streit um die Spitzenkandidatur bei der Bundestagswahl 2013 schwere Vorwürfe gemacht.
Berlin/MZ. 

Die Entscheidung stehe noch gar nicht an. Jetzt eine solche Diskussion anzuzetteln, "ist parteischädigend", sagte er und verwies auf den Oberbürgermeisterwahlkampf in Halle. Die halleschen CDU-Landtagsabgeordneten Ralf Wunschinski und Frank Bommersbach hatten erklärt, mit Bergners Arbeit unzufrieden zu sein und vorgeschlagen, die Bundestagsabgeordnete Heike Brehmer zur Nummer eins der Landesliste zu machen.

Bergner betonte: "Ich stehe für eine weitere Kandidatur zur Verfügung." Bei der Nominierung müssten verschiedene Aspekte abgewogen werden. Frauen müssten ausreichend berücksichtigt werden, die Kandidaten kompetent sein. Und es gehe um einen möglichen Generationswechsel. Bergner ist zum Zeitpunkt der Wahl 65 Jahre alt. Brehmer ist 49. Er plädiere dafür, "dass in einem geordneten Verfahren durch den Landesvorstand entschieden wird, wie die Landesliste aussieht. Denn so schreibt es die Satzung der Partei vor."

Der Vorsitzende der CDU-Landesgruppe im Bundestag, Ulrich Petzold, versucht derweil zu vermitteln. Bergners Kritiker sollten "bedenken, dass er hier in Berlin besonders eingespannt ist. Er hat die Verantwortung für alle neuen Bundesländer. Außerdem ist er Beauftragter für Aussiedlerfragen." Indes leiste Brehmer "eine ganz, ganz tolle Arbeit. Das ist die große Freude, die ich als Landesgruppenvorsitzender habe. Sie hält von uns die meisten Reden im Plenum." Er könne verstehen, "wenn Leute sagen, wir wünschen sie uns als Spitzenkandidatin. Wir sollten nochmal in Ruhe über die Sache sprechen und aufeinander zugehen."