Warten, ob die Sultanine doch noch in den Blubberblasen tanzt. (FOTO: NICKLISCH)
Da kann Nancy Föhse noch so schwierige Fragen stellen, Fabienne weiß Bescheid. Zum Beispiel, wo das Wasser herkommt: "Aus der Leitung", platzt das Mädchen aus dem Kindergarten "Pinocchio" heraus und Nancy Föhse, die in der Köthener Badewelt für alles verantwortlich ist, was unter Marketing und Öffentlichkeitsarbeit fällt, fällt es schwer, das Lächeln zu unterdrücken. Sie ahnt schon: Es wird lustig mit den Knirpsen.
Die sind in der Badewelt, weil sie einen Wettbewerb gewonnen haben. Der hieß "Mein schönstes Kindergarten-Erlebnis 2011" und weil die "Pinocchio"-Kinder vier große Tafeln gebastelt und bemalt hatten, auf denen sie darstellten, was in jeder der vier Jahreszeiten so toll an ihrem Kindergarten war, trugen sie den Sieg davon. Dafür durften sie schon einmal in die Badewelt, durften beim Rosenmontagsumzug auf dem Wagen der Badewelt mitfahren und sind nun wieder am Ratswall zu Gast.
Natürlich ausgestattet mit Badesachen, Handbuch und Vorfreude auf das Herumtollen im Wasser. Vorher allerdings gibt es ein paar Experimente, denn der Tag in der Badewelt steht unter einem Motto. Das richtet sich nach dem Motto, das am "Tag des Wassers" im März aktuell war und in diesem Jahr "Wasser und Nahrungsmittelsicherheit" thematisierte.
Das ist für die Mädchen und Jungen der "Musikland-Gruppe" im "Pinocchio" ein Thema, bei dem sie Feuer und Flamme sind. Gute von schlechten Lebensmitteln zu unterscheiden, das ist ein Klacks für Stella und Christian, Sarah und Paul und all die anderen. Salat? Gut. Zitrone? Auch. Zigaretten? Schlecht. Bei Pralinen und Medikamenten gehen die Meinungen freilich auseinander. Zu Süßigkeiten haben die Dreikäsehochs ein ambivalentes Verhältnis: Einerseits hat man schon mal gehört, dass sie nicht unbedingt gesund zu nennen sind, andererseits schmecken sie einfach klasse.
Wie auch zur Cola, mit der Ines Bilkenroth experimentiert, ein eher vorsichtig-interessiertes Verhältnis besteht. Nur manchmal, nur ganz selten dürfe man zu Hause Cola trinken, sagen die meisten Kinder und man hört dabei bei diesem und jenem einen leicht betrübten Unterton heraus. Alle finden es aber besonders spannend, dass ein Strohhalm, der in die Cola gestoßen wird, wieder nach oben schießt. "Cool, ein Zaubertrick", freut sich Fabienne. Weniger Erfolg hat Ines Bilkenroth mit dem Vorhaben, Sultaninen in einer Seltersflasche zum Tanzen zu bringen. Die "Blubberbläschen" erweisen sich als zu schwach, nur eine einzige Sultanine wird nach oben mitgerissen.
An anderer Stelle werden die Kinder sportlich beschäftigt. Eine Hindernisstrecke - eine Art Eierlaufen mit einem gefüllten Wasserbehälter - soll demonstrieren, dass es Kinder anderswo nicht so leicht haben, an Wasser zu kommen wie es hierzulande der Fall ist. Das kommt gut an - und nebenbei kann man schon mal einen Blick auf die Badefläche werfen, wo man sich anschließend aber richtig austoben wird...