Ein 77-jähriger Mann ist Montagnachmittag gegen 16 Uhr auf der B 187 zwischen Mühlanger und Iserbegka tödlich verunglückt. Der Daewoo-Fahrer war in Richtung Jessen unterwegs und ist laut Polizei beim Überholen frontal mit einem entgegenkommenden Bus kollidiert. Für den 77-Jährigen, der im Landkreis Wittenberg wohnte, kam jede Hilfe zu spät. Augenzeugen berichteten der MZ, dass sich der Fahrer anderen überholenden Autos vor ihm angeschlossen hatte, die noch rechtzeitig einscheren konnten. Der 62-jährige Busfahrer erlitt einen Schock.
Umleitung durch Gallin
Feuerwehrleute - im Einsatz waren insgesamt 20 Kameraden aus Elster, Mühlanger und Gallin - mussten den Verunglückten aus dem Wrack schneiden.
Der Bus wurde an der Front stark beschädigt. Fahrgäste waren nicht an Bord, so habe es zum Glück auch keine weiteren Personenschäden, hieß es auf Anfrage der MZ aus dem Subunternehmen des Neuen Wittenberger Busverkehrs. Die Bundesstraße blieb bis zum Abend voll gesperrt. Die Umleitung erfolgte über einen Feldweg und durch Gallin. Zur Unfallaufnahme wurde ein spezieller Polizeihubschrauber angefordert.
Häufung in kurzer Zeit
Damit setzte sich am Montag eine Serie schwerer Verkehrsunfälle im Landkreis Wittenberg fort. Erst am Wochenende waren ebenfalls auf der B 187 in der Dessauer Straße in Wittenberg ein Motorradfahrer und seine Sozia beim Zusammenstoß mit einem BMW so schwer verletzt worden, dass sie im Krankenhaus starben. Eine Tote und zwei Schwerverletzte war die Bilanz des Unfalls am 27. Juli auf der B 100 bei Gräfenhainichen, als ein Pkw mit einem linksabbiegenden Traktor kollidierte. Und es war wiederum auf der B 187 zwischen Jessen und Elster, wo am 19. Juli die sechsköpfige Familie verunglückte, wobei der Vater und vier Kinder verletzt wurden und die Frau in der Folge vorzeitig entband.
Dass sich in relativ kurzen Zeitabschnitten solche Unfälle mal in dem einen, mal in dem anderen Bereich häufen, stellt auch der Pressesprecher der Polizeidirektion Ost, Ralf Moritz, fest. "Entweder ist es Wittenberg oder Anhalt-Bittefeld", sagt er. Dessau sei von dem Phänomen weniger betroffen.