Gute Laune, gute Musik, gutes Essen, gute Unterhaltung. Das sind grob gesagt die Grundzutaten für ein erfolgreiches Laternenfest in Halle. Das Volksfest beginnt am Freitag. Damit sich die einen - die Hallenser und ihre Gäste - ungestört amüsieren können, haben andere alle Hände voll zu tun: Immerhin knapp 1 300 Einsatzkräfte von Stadtverwaltung, Hilfsorganisationen und Feuerwehr sollen für ein Spektakel möglichst ohne Zwischenfälle sorgen.
Die Live-Konzerte am Freitagabend, die Bootskorsos und das traditionelle Feuerwerk am Samstag sowie das Saaleschwimmen am Sonntag sind nur einige der Programmpunkte, bei denen mit einem großen Besucheransturm zu rechnen ist und bei denen die Sicherheitskräfte Gewehr bei Fuß stehen müssen. "Wichtig ist unter anderem, dass die Zugänge zur Peißnitz - die Peißnitzbrücke, die Ochsenbrücke, die Schwanenbrücke und die Brücke am Gut Gimritz - ständig begehbar sind", sagt Lutz Müller, Ressortleiter im städtischen Ordnungsamt.
Speziell dafür seien Mitarbeiter einer Sicherheitsfirma angeheuert worden. Falls es einem Festbesucher mal nicht gut gehen sollte, gibt es auf dem Festgelände mehrere Anlaufpunkte der Hilfsorganisationen: So werden Mitarbeiter des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) und ein Notarzt auf der Ziegelwiese nahe der Peißnitzbrücke bereit stehen. Dort wird obendrein ein Kindersuchdienst eingerichtet.
Während der Arbeiter-Samariter-Bund am Riveufer nahe der Kröllwitzbrücke seine Zelte aufschlägt, sind die Wasserwachten von DLRG und DRK auf der Ziegelweise nahe der Ochsenbrücke bzw. im Amselgrund vor Ort. Schließlich spielt sich ein Teil des Festtrubels in und an der Saale ab.
Koordiniert werden die Sicherheitskräfte vom Planetarium aus, wo Veranstalter Stadt, Polizei, Hilfsorganisationen und Feuerwehr ihre Einsatzzentrale einrichten werden. "Darüber hinaus wird die Sonder-Einsatzgruppe des Rettungsdiensts mit Notärzten und Rettungsassistenzen in Alarmbereitschaft versetzt. Auf die können wir zurückgreifen, wenn die Kräfte vor Ort nicht ausreichen sollten", so Müller weiter.
Das diesjährige Einsatzkonzept sei mit denen der Vorjahre auch in punkto Personalaufwand identisch, es habe sich bewährt. Der Innendezernent und angehende Oberbürgermeister Bernd Wiegand (parteilos) werde allabendlich per E-Mail über die Lage auf dem Fest und über mögliche Vorfälle informiert.
Teil der Planungen ist natürlich auch die regelmäßige Verkehrsüberwachung durch Ordnungsamts-Politessen. Diese sollen insbesondere darüber wachen, dass Straßenbahnhaltestellen, Feuerwehrzufahrten, Behindertenstell-flächen und Fußwege nicht zugeparkt werden.
Müller zufolge werden die Kontrolleure konsequent durchgreifen und notfalls falsch geparkte Autos abschleppen lassen. Durchgesetzt werde auch das Zufahrtverbot zum Festgelände: Die Halle-Saale-Schleife, die Talstraße, das Riveufer, die Rainstraße und die Peißnitzstraße sind am Wochenende für den öffentlichen Durchgangsverkehr gesperrt.
Eng abgestimmt hat sich die Stadt mit der Polizei, die ebenfalls mit zahlreichen Beamten auf dem Festgelände präsent sein wird. Details will das hallesche Revier aus taktischen Gründen nicht verraten. "Wie in den Vorjahren wird die Polizei einen angemessenen Kräfteeinsatz vornehmen", sagt Pressesprecher Wilfried Krüger.