Die Nachricht wurde beim Pressegespräch am Freitag quasi zwischen den Zeilen verkauft - fast zum Schluss beim Stichwort "Sicherheit" und zwar so: Als Übergänge aus Richtung Gimritzer Damm stünden die Brücke am Gut Gimritz und die Schwanenbrücke zur Verfügung. Auf Nachfrage erklärte Oberbürgermeisterin Dagmar Szabados (SPD), dass es keine Pontonbrücke als Ersatz für die im Vorjahr abgerissene Brücke geben wird. "Die Leute haben sich mittlerweile dran gewöhnt, die Schwanenbrücke oder die am Gut Gimritz zu nutzen, um zur Peißnitz zu kommen", sagte sie. Ein Ponton-Übergang hinter der Eissporthalle würde 20 000 Euro kosten - so viel, wie die Stadt als Budget für das gesamte Fest habe. Diejenigen, die voriges Jahr das Geld für den Behelfsweg aufgebracht hatten, seien auch die, die nun den Neubau mitfinanzieren. Sie könnten nicht noch mal 20 000 Euro für drei Tage aufbringen.
Doch nun zum Fest: Auf den immerhin 150 000 Quadratmetern Veranstaltungsfläche auf der Peißnitz, der Ziegelwiese und am Riveufer wird es drei große und einige kleine Bühnen - bis hin zum Märchenteppich - geben. 120 Stände werden aufgebaut, an 80 davon werden Speisen und Getränke verkauft. Dass entspricht etwa dem Angebot des vergangenen Jahres.
Los geht das Fest am Freitagabend um 18 Uhr - mit Konzerten, dem Mittelalterspektakel, einer Kleinkunstmeile am Riveufer und mit Wasserspaß für Kinder an der Fontäne. Am Sonnabend und Sonntag erwartet die Besucher ein Programm für die ganze Familie. Dazu gehören auch das traditionelle Fischerstechen, das Entenrennen, das Aussetzen der Glühwürmchen und der Bootskorso.
Und nun zu den Neuerungen: Der Awo folgt als Anbieter von Kinder-Aktionen die Jugendwerkstatt "Frohe Zukunft" mit einem "Kinderland" auf der Ziegelwiese. Hier soll es ab 10.30 Uhr ein großes Piratenfest geben - mit Schatzsuche, vielen Spielen und natürlich dem Angebot, sich als Pirat schminken zu lassen. 20 pädagogische Mitarbeiterinnen werden sich um die Kinder kümmern. Auch die Stadtwerke denken an die Jüngsten: Am Sonnabend und am Sonntag mit Spiele-Insel, Ballspielen und sportlichen Wettbewerben auf der Ziegelwiese.
Ebenfalls neu: Ein Seifenkistenrennen, gestartet von Radio Corax am Sonntag. Teilnehmer dazu werden noch gesucht, die Strecke verläuft von der Burgstraße (Höhe Volkspark) das Riveufer hinunter. Und der Stadtsportbund lädt am Sonnabend auf die Wiese hinter der Peißnitzbühne ein, man kann diverse Sportarten ausprobieren - von Beachvolleyball bis Tennis.
Erstmals in der Laternenfest-Geschichte wird die Feuerwerksmusik, die wie bisher zum Feuerwerk am Sonnabendabend erklingt, von Radio Corax live übertragen, damit auch diejenigen, die das Spektakel aus der Ferne beobachten und die Möglichkeit haben, den Sender zu empfangen, in den Genuss des Zusammenspiels von Licht und Musik kommen können.