Mansfeld-Südharz: CDU will früher wählen lassen

31.05.2012 18:51 Uhr | Aktualisiert 31.05.2012 19:07 Uhr
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Von Jan-Ole Prasse
Noch bevor der eigentliche Wahlkampf um das Oberbürgermeisteramt in Eisleben begonnen hat, gibt es Streit über den Wahltermin. Die CDU lehnt den von der Stadtverwaltung vorgeschlagenen Tag, den 20. Januar 2013, ab und möchte früher wählen lassen.
Eisleben/MZ. 

"Wir bevorzugen einen Termin Ende November oder Anfang Dezember 2012", sagte Andreas Pinhack, Vorsitzender des CDU-Stadtverbandes, am Dienstag auf einer Mitgliederversammlung. Er befürchtet, dass bei dem vorgesehenen Wahltermin die letzten Bewerbungen für das Oberbürgermeisteramt über die Weihnachtsfeiertage eingehen könnten. Die seien unter Umständen von der Verwaltung nicht mehr zu bearbeiten.

Die SPD lehnt den Vorstoß der CDU rundheraus ab. "Das sind keine stichhaltigen Argumente. Aus meiner Sicht ist der 20. Januar vollkommen ausreichend", sagte der Fraktionsvorsitzende im Stadtrat, Stefan Gebhardt. Er fürchtet, dass eine Wahl in der Vorweihnachtszeit auf wenig Interesse stoßen werde. "Da sind die Leute doch mit Adventseinkäufen beschäftigt."

Bei den Linken ist noch nicht über den Wahltermin diskutiert worden, wie der Fraktionsvorsitzende Hans Köhler auf MZ-Nachfrage mitteilte. "Ich persönlich meine, dass wir bei dem vorgeschlagenen Wahltermin im Januar bleiben sollten", so der Stadtrat. Günther Reichelt, der Vorsitzende der Freien Fraktionsgemeinschaft, sagte, dass sich seine Fraktion noch keine Meinung zum Wahltermin gebildet habe. Endgültig beschließen wird der Stadtrat über den Wahltag am 18. September. Die Verwaltung schlägt als möglichen Stichwahltermin den 3. Februar 2013 vor. Die Amtszeit von Oberbürgermeisterin Jutta Fischer (parteilos) endet offiziell am 25. April 2013. Zu möglichen Kandidaten für das Oberbürgermeisteramt wollte sich noch keine der Parteien äußern.