So freuten sich die Schulanfänger beim Fest im Vorjahr. (ARCHIVFOTO: LUKASCHEK)
Nach den Worten der Eisleber Oberbürgermeisterin Jutta Fischer (parteilos) ist das Sachgebiet Kultur / Öffentlichkeitsarbeit personell nicht mehr in der Lage, das Zuckertütenfest zu organisieren. Fischer setzt darauf, dass in den Kindereinrichtungen der Stadt und den Ortsteilen Zuckertütenfeste gefeiert werden, so dass der Ausfall des städtischen Zuckertütenfestes zu verschmerzen sei. Sie bedauere die Entscheidung, aber Sparkurs heiße auch, Personal zu sparen. Und in der jetzigen Situation sei das Sachgebiet Kultur / Öffentlichkeitsarbeit nicht mehr so besetzt wie in den zurückliegenden Jahren. Ute Klopfleisch, Sachgebietsleiterin Kultur / Öffentlichkeitsarbeit, bestätigt, dass der Aufwand für die städtische Zuckertütenfeier von ihrer Abteilung "einfach nicht mehr zu stemmen" sei. Auch sie bedauert, dass diese Feier nach 17 Jahren nicht mehr stattfinden kann.
Bereits 2009 hatte es Einschnitte beim Zuckertütenfest gegeben. In diesem Jahr, so Klopfleisch, lief die Förderung für das Fest aus. Bis dahin konnte aus einem Topf für soziokulturelle Maßnahmen wenigsten die finanzielle Seite abgesichert werden. Später wurde das Zuckertütenfest zu 100 Prozent von Sponsoren finanziert.
Nach Klopfleisches Worten beteiligten sich neben zahlreichen Eisleber Unternehmen auch die Fraktionen des Eisleber Stadtrats an der Finanzierung. Immerhin mussten im vergangenen Jahr Zuckertüten für 160 Mädchen und Jungen gepackt werden. Und weil im vergangenen Jahr die Wetterprognosen so schlecht waren, sprang die Eisleber Feuerwehr ein und stellte den Kindern ihren Saal im Breiten Weg für die Feier zur Verfügung. Normalerweise wurde im Kulturhaus oder auf dem Eisleber Marktplatz gefeiert.