Mansfeld-Südharz: Feuerwehr verhindert 15-Meter-Sturz von tonnenschwerem Kranwagen

22.07.2012 10:10 Uhr | Aktualisiert 22.07.2012 22:26 Uhr
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Kranwagen

Kranwagen (SYMBOLFOTO: ARCHIV/DPA)

Feuerwehrleute haben einen Kranwagen davor bewahrt, auf einer Kreisstraße bei Mansfeld 15 Meter einen Hang hinunterzustürzen. Das 24 Tonnen schwere Fahrzeug war am Samstag auf der relativ schmalen Straße einem entgegenkommenden Auto ausgewichen und mit den rechten Rädern auf den unbefestigten Randstreifen geraten.
RAMMELBURG/MZ/BZ. 

Aufregung am Sonnabend in Rammelburg, als am Nachmittag nicht weit von hier ein 24 Tonnen schweres Kranfahrzeug auf der Straße einen 15 Meter tiefen Abhang hinabzustürzen drohte. Der 40-jährige Fahrer kam bei dem Unfall mit dem Schrecken davon, er musste jedoch noch Stunden um seinen stählernen Koloss bangen, der zum Glück an einem Baumstumpf hängen geblieben war und dadurch nicht weiter in die Tiefe rutschte. Ohne diesen Stubben, darüber waren sich vor Ort alle einig, hätte es für den Kran kein Halten gegeben. So endete der Unfall noch relativ glimpflich, laut Polizei entstand insgesamt ein Schaden von etwa 1500 Euro.

Randstreifen gab nach

Wie die Polizei mitteilte, waren dem Kran kurz vor 15 Uhr auf der schmalen Verbindungsstraße zwischen Rammelburg und der Bundesstraße 242 zwei Pkw entgegengekommen, von denen einer zum Überholen ansetzte. Der Kranfahrer steuerte daraufhin seine schwere Maschine so weit nach rechts, wie es irgend ging und geriet dabei mit zwei Rädern auf den unbefestigten Randstreifen, der unter der tonnenschweren Last nachgab.

Der Fahrer schaffte es danach nicht mehr, gegenzusteuern und sicheren Untergrund zu erreichen, sondern musste erleben, wie sein Kran in eine bedrohliche Schieflage geriet. Der Koloss neigte sich langsam zur Seite, eines seiner Räder verlor den Kontakt zum Boden. Dem Maschinenführer blieb nur noch, schnell abzuspringen und Hilfe zu rufen.

Straße bis 20 Uhr gesperrt

Die Freiwilligen Feuerwehren Friesdorf und Wippra wurden alarmiert, deren Mitglieder den Kran sogleich mit Stahlseilen sicherten. "Auf den Hang konnten wir nicht, das wäre zu gefährlich gewesen", sagte Axel Trautmann, Wehrleiter der Freiwilligen Feuerwehr Friesdorf. Mittels Greifzug war es den Feuerwehren jedoch möglich, den 24-Tonner vor den Augen zahlreicher Schaulustiger zu sichern und auf das Eintreffen der Bergungstechnik des Eigentümers der Maschine, der Gesellschaft für Komplexe Unternehmenslogistik (GKU) Hettstedt, zu warten, der es bis zum Abend gelang, den Kran wieder freizubekommen.

Die Straße zwischen Rammelburg und der B 242 war bis 20 Uhr gesperrt, der Verkehr wurde über Wippra umgeleitet.