Mansfeld-Südharz: Händler setzen auf Advent

15.05.2012 19:09 Uhr | Aktualisiert 15.05.2012 20:15 Uhr
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Rolf Winkler

«Wenn das kein Erfolg wird, dann weiß ich auch nicht.» meint Rolf Winkler vom Gewerbeverein (FOTO: ARCHIV/LUKASCHEK )

Von jörg müller
Mitten im Frühling planen die Händler in der Eisleber Innenstadt schon mal für Weihnachten. Sie wollen die besonders umsatzstarken Wochen vor dem Fest noch besser nutzen als in den vergangenen Jahren.
eisleben/MZ. 

Mitten im Frühling planen die Händler in der Eisleber Innenstadt schon mal für Weihnachten. Sie wollen die besonders umsatzstarken Wochen vor dem Fest noch besser nutzen als in den vergangenen Jahren: Statt zwei soll es in diesem Jahr drei verkaufsoffene Adventssonntage geben. Und auch der Weihnachtsmarkt wird wieder verlängert: auf 15 Tage. 2010 war der Weihnachtsmarkt aus finanziellen Gründen auf neun beziehungsweise zehn Tage verkürzt worden - was bei Kunden, Schaustellern und Gewerbetreibenden auf Kritik gestoßen war.

Die verkaufsoffenen Sonntage und der Weihnachtsmarkt sind jetzt auch Thema beim Händlerstammtisch gewesen. Wie der Vorsitzende des Eisleber Gewerbevereins, Rolf Winkler, der MZ sagte, habe eine Befragung ergeben, dass die Mehrheit der Händler für drei Einkaufssonntage im Advent sei. Als Termine sind der 9., 16. und 23. Dezember vorgesehen. Parallel dazu findet der Weihnachtsmarkt vom 8. bis 23. Dezember statt. "Wir freuen uns über die Unterstützung durch den Marktmeister", sagte Winkler. Dass außerdem mittendrin wieder der beliebte "Advent in Luthers Höfen" veranstaltet werde, stimme ihn optimistisch, was die Einkaufssonntage in der Innenstadt betreffe. "Das kann eigentlich gar nicht schiefgehen", so Win kler. "Wenn das kein Erfolg wird, dann weiß ich auch nicht."

Der Gewerbeverein werde die verkaufsoffenen Sonntage bei der Stadtverwaltung beantragen, so Winkler weiter. Die Oberbürgermeisterin habe bereits ihre Zustimmung signalisiert. Der Pressesprecher der Stadt, Maik Knothe, bestätigt dies. OB Jutta Fischer bedauere zwar, dass die Händler keinen Einkaufstag in den Sommermonaten nutzen wollen, sie werde das Vorhaben der Gewerbetreibenden aber unterstützen, teilte Knothe mit. In Sachsen-Anhalt sind laut Ladenschlussgesetz vier verkaufsoffene Sonntage pro Jahr möglich - allerdings maximal drei in der Adventszeit.

Dass der Weihnachtsmarkt in diesem Jahr wieder zwei Wochen läuft, sei ein Wunsch der Händler, Schausteller und vieler Besucher gewesen, sagte der Leiter des Eigenbetriebs Märkte, Siegmund Michalski. "Und wenn das so gewünscht wird, wollen wir uns dem natürlich nicht verschließen. Wir haben schließlich gemeinsame Interessen, jeder profitiert von dem anderen", so der Marktmeister. Freilich müsse das Ganze auch finanzierbar sein. "Da benötigen wir wieder viele Partner und Unterstützer." Er verwies zum Beispiel auf die Tombola im vergangenen Jahr, an der sich 45 Innenstadt-Händler beteiligt hatten. "Das war eine gute Erfahrung."

Wie der Marktmeister weiter sagte, wolle sich der Eigenbetrieb in Zukunft auch stärker am Händlerstammtisch einbringen. "Wir müssen alle versuchen, noch intensiver ins Gespräch über Probleme und gemeinsame Aktionen zu kommen", so Michalski.